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Ninjō AI ist eine KI-Agentenplattform, die Verkaufsgespräche in Direktnachrichten für Marketingagenturen führt — über ein ganzes Portfolio von Kundenkonten hinweg. Das Produkt bearbeitet jede Direktnachricht des Portfolios: Leads qualifizieren, Angebote vorstellen und Abschlüsse in der Stimme des jeweiligen Kunden erzielen. Der Anbieter rahmt das als wiederkehrende Einnahmequelle, die die Agentur weiterverkauft. Betreiberin ist die in der Datenschutzerklärung genannte Katalyst Arc, LLC.
Die Arbeitseinheit ist nicht der Posteingang, sondern der Agent. Eine Agentur legt pro Kunde einen Agenten an, trainiert auf dessen Stimme, Angebote und Zielgruppe, und beaufsichtigt anschließend alle aus einem einzigen Agentur-Dashboard. Laut Anbieter deckt dieses Dashboard fünf bis fünfhundert Kunden ab, womit das Produkt eher Portfolio-Infrastruktur als Chatbot für eine einzelne Marke ist.
Zwei Steuerflächen bestehen parallel. Die eine ist das Web-Dashboard. Die andere ist ein Model-Context-Protocol-Server, über den Betreiber Agenten anlegen, Prompts justieren, Pipelines einsehen und Berichte abrufen können — im Gespräch mit Claude, ChatGPT, Claude Code oder Codex, ohne das Dashboard zu öffnen. Diese zweite Fläche ist das eigenständigste Argument des Produkts.
Jeder Agent wird auf Stimme, Angebote und Zielgruppe eines bestimmten Kunden trainiert, sodass Antworten dessen Kommunikationsstil folgen statt einer gemeinsamen Vorlage. Der Agent übernimmt die vollständige Vertriebsschleife: Leads qualifizieren, Einwände behandeln, Termine buchen. Ninjō gibt zudem an, jedes Gespräch auszuwerten, um Muster zu erkennen, die Einwandbehandlung zu verbessern und die Abschlussquote über die Zeit zu steigern — der Agent gilt damit als laufend nachjustiert, nicht als statisch.
Agenten laufen auf Instagram, WhatsApp, SMS, Telegram, Facebook, TikTok, Skool und Slack, mit einem gebündelten Posteingang je Kunde und einem Agentur-Dashboard darüber. Die beiden Anbieterseiten stimmen allerdings nicht überein: Die Funktionsseite nennt alle acht Kanäle, die Karte des Selbstbedienungstarifs auf der Preisseite nur sechs — ohne Telegram und SMS. Die Kanalabdeckung sollte also vor dem Abschluss tarifgenau geprüft werden.
Die Autonomie wird je Kunde eingestellt, nicht global. Dokumentiert sind drei Stufen: vollständig autonom, teilweise überwacht und Mensch zuerst; jedes Kundenkonto erhält eigene Regeln. Auch Eskalationsauslöser sind kontobezogen — hochpreisige Leads, ins Stocken geratene Gespräche oder jeder selbst definierte Auslöser. Greift ein Auslöser, erhält der Betreiber eine Echtzeitmeldung auf WhatsApp oder Slack mit Name und Kontext des Leads sowie einer Aktion per Klick und kann das Gespräch übernehmen.
Das Dashboard zeigt Agentenleistung, Content-Erkenntnisse und Zielgruppenmuster über das Portfolio hinweg und stellt Echtzeitgespräche mit Qualifizierungsfiltern bereit. Die Funnel-Auswertung macht sichtbar, wo Leads abspringen, welche Agenten in welcher Stufe aktiv sind und welche Einwände die jeweilige Pipeline blockieren. Auf der Meldeseite kommen tägliche Wachstumsübersichten, Hinweise auf heiße Leads, Einwandmuster und Funnel-Gesundheit je betreutem Kunden hinzu. Als Kennzahlen für die Kundenauswertung werden Abschlussquote, Antwortzeit und bestlaufendes Angebot genannt.
Outbound läuft über genehmigte Vorlagen per SMS und WhatsApp, ergänzt um Nurturing-Sequenzen, die kalt gewordene Leads reaktivieren; jede Antwort fängt der Agent ab, statt den Verlauf an ein Formular zurückzugeben. Über die Protokollfläche lassen sich dieselben Vorlagen im Stapel versenden. Die Vorgabe genehmigter Vorlagen stammt nicht von Ninjō: Messaging-Plattformen begrenzen vom Unternehmen initiierte Nachrichten außerhalb eines aktiven Gesprächsfensters, weshalb die Vorlagenfreigabe der übliche Weg zu einem still gewordenen Lead ist.
Der Server arbeitet nativ mit Claude, ChatGPT, Codex und Claude Code sowie mit jedem weiteren kompatiblen Client. Fünf Aktionsgruppen sind dokumentiert: Gespräche verwalten, Pipeline- und Zielgruppenberichte abrufen, Übergaben abwickeln, Outbound-Vorlagen im Stapel versenden und kundenspezifische Dashboards erzeugen, die sich mit dem Team des Kunden teilen lassen.
Der Eintrag auf der externen Launch-Seite ergänzt Funktionen, die die Marketingseiten nicht hervorheben: versionierte Änderungen mit sofortigem Rücksprung, Tests mit synthetischen Gesprächen, Nachfassaktionen, Stichwortauslöser und ein eingebautes Kundenmanagement. Versionierung und synthetische Tests wiegen für eine Agentur schwerer als für eine einzelne Marke, weil eine Prompt-Änderung, die Antworten verschlechtert, gleichzeitig in den Umsatz mehrerer Kunden geht.
Über die Produktseiten hinweg werden fünf Aufgaben benannt: Abschlüsse erzielen, Kundensupport leisten, automatische Berichte erstellen, Outbound per SMS und WhatsApp fahren sowie Leads pflegen. Die Bausteine sollen einzeln wie kombiniert funktionieren; ein Kunde fährt also womöglich nur eingehende Qualifizierung, ein anderer zusätzlich die Reaktivierung.
Am leichtesten unterschätzt wird das Berichtswesen. Weil ein kundenspezifisches Dashboard erzeugt und mit dem Team des Kunden geteilt werden kann, ist die Berichtsausgabe zugleich das Ergebnis, das die Agentur im Monatsgespräch vorlegt. Die Agentur automatisiert damit nicht nur Nachrichten, sondern erzeugt auch den Beleg, dass die Automatisierung gewirkt hat.
Der dokumentierte Weg hat vier Schritte. Erstens den Ninjō-Server zu Claude oder ChatGPT hinzufügen — laut Anbieter ein Klick, ohne Code und ohne Konfigurationsdateien. Zweitens das Anliegen in natürlicher Sprache formulieren: Kampagne starten, Funnel prüfen, Lead beantworten. Drittens führt Ninjō aus: Die KI ruft die passenden Werkzeuge auf, erledigt die Aktion und bestätigt das Ergebnis in Echtzeit. Viertens wird im selben Gespräch nachgeschärft.
Die Schleife wird als erstellen, testen, auswerten, verbessern zusammengefasst. Das Beispiel auf der Website führt die ganze Folge in einem einzigen Austausch vor: Ein Betreiber verlangt einen Agenten, der Leads qualifiziert und einen Zahlungslink schickt; der Assistent legt ihn an, verbindet ihn mit Instagram-Direktnachrichten, prüft die Antwortfähigkeit und richtet anschließend eine Slack-Meldung bei jedem Kauf ein.
Der Selbstbedienungstarif wirbt mit fünf Minuten Einrichtung und beschreibt, dass Kunden ihre Agenten selbst bauen und betreiben — wahlweise aus Claude oder dem Dashboard. Der Ablauf besteht darin, das Nachrichtenkonto des Kunden zu verbinden, dessen Angebot zu beschreiben und vor dem Livegang Tonfall und Antworten anzupassen.
Der White-Label-Weg ist überhaupt nicht Selbstbedienung: Diese Stufe umfasst Partnerschaftsaufbau, begleitetes Onboarding und einen festen Ansprechpartner für Kundenerfolg, was eine terminierte Einführung statt eines Starts am selben Tag bedeutet.
Die Selbstverortung ist eng und konsistent: gebaut für Marketingagenturen, die Vertrieb und Betrieb ihrer Kunden mit KI skalieren. Jede wesentliche Fläche — Agenten, Autonomieregeln und Dashboards je Kunde sowie ein Agentur-Dashboard darüber — setzt ein Portfolio voraus, keine Einzelmarke.
Schwächer passt es für ein markeninternes Team, das für ungenutzte Portfoliomechanik zahlt; für Teams, deren Pipeline in E-Mail oder Telefonakquise statt in sozialen Nachrichten liegt; und für Käufer, die vor dem Kauf veröffentlichte Vertragsbedingungen brauchen, da in dieser Runde kein zugängliches Dokument mit Nutzungsbedingungen auffindbar war.
Ninjō ist eine gehostete Web-Plattform. Dokumentiert sind zwei Steuerflächen, das Web-Dashboard und der Protokollserver; eine native Mobil-App für Betreiber bewirbt die öffentliche Website nicht — mobil taucht als Zielort für Meldungen auf, ausgeliefert in WhatsApp und Slack. Die Punkte der White-Label-Stufe erwähnen allerdings Übergaben und Meldungen auf WhatsApp, Slack und einer Ninjō-App.
Die Reichweite auf Kundenseite definieren die Nachrichtenkanäle, nicht die Betriebssysteme: Instagram, WhatsApp, SMS, Telegram, Facebook, TikTok, Skool und Slack. Dass Skool dabei ist, sagt etwas über die Zielgruppe aus, denn es ist eine Community-Plattform von Kurs- und Coaching-Anbietern und kein allgemeiner Verbraucherkanal.
Als Anbindungen genannt werden ManyChat, n8n, Tienda Nube, GoHighLevel, Calendly, Slack und Hotmart. Calendly deckt Terminbuchung ab, Tienda Nube und Hotmart lateinamerikanischen Handel und Kursverkauf, n8n eigene Automatisierung — zusammen beschreiben sie das Geschäftsmodell, aus dem das Produkt hervorgegangen ist. Über das auf der Launch-Seite genannte eingebaute Kundenmanagement hinaus wird kein Konnektor benannt; wer Daten in ein externes Vertriebssystem zusammenführen will, sollte das als ungeprüft behandeln.
| Tarif | Listenpreis | Nutzungskosten | Test und Freikontingent | Betreuung |
|---|---|---|---|---|
| Selbstbedienung | 150 $ / Monat | 0,035 $ je gesendeter Nachricht | 14 Tage kostenlos testen; 500 Freinachrichten, ohne Kreditkarte | Eigenbetrieb, aus Claude oder dem Dashboard |
| White-Label-Agenturen | Auf Anfrage | Nicht veröffentlicht | Nicht veröffentlicht | Partnerschaftsaufbau, begleitetes Onboarding, fester Ansprechpartner |
Der Selbstbedienungstarif enthält unbegrenzte, aus dem Chat gesteuerte Agenten, Nachfassaktionen, Auslöser und automatische Meldungen; Erstellen, Auswerten, Verbessern und Automatisieren gelten als eingeschlossen. Nicht eingeschlossen ist das Volumen: Die Gebühr je Nachricht kommt zum Abonnement hinzu, sodass die Kosten mit dem Gesprächsaufkommen wachsen und nicht mit der Kundenzahl. Der Tarif mit unbegrenzten Agenten rechnet jede von diesen Agenten gesendete Nachricht dennoch ab.
Beim Freikontingent weichen die Quellen als Einzige voneinander ab. Die Preisseite nennt 500 Freinachrichten ohne Kreditkarte, der externe Launch-Eintrag 1.000 Freinachrichten mit einem Launch-Code — hier die dauerhafte Kondition, dort eine Aktion.
Die White-Label-Stufe veröffentlicht überhaupt keinen Preis. Sie ergänzt Partnerschaftsaufbau und begleitetes Onboarding, Verwaltung aller Kunden aus einem Konto, einen festen Ansprechpartner für Kundenerfolg, Autonomieregeln und -stufen je Kunde, Übergaben und Meldungen über WhatsApp, Slack und die Ninjō-App sowie maßgeschneiderte Anbindungen und Abläufe. Der Einstieg führt über ein Gespräch, die Konditionen werden also verhandelt statt ausgewiesen.
Zur Einordnung dieser Verhandlung setzen unabhängige Verzeichnisse veröffentlichte White-Label-Stufen in ein vergleichbares Band: Eine Agenturübersicht listet Wettbewerbsangebote zu 297 $ und 497 $ monatlich, eine gesonderte Übersicht zu Messaging-Plattformen nennt Einstiegspreise von rund 15 $ bis 399 $ monatlich über zehn Werkzeuge zur Leadgewinnung. Keine der Listen führt Ninjō, es handelt sich also um Kategoriereferenzen, nicht um gleichwertige Vergleiche.
Die klarste dokumentierte Grenze betrifft Anbindungen. Die Datenschutzerklärung stellt fest, dass sie nicht für Websites, Anwendungen und Integrationen Dritter gilt, die über den Dienst erreichbar sind, und dass diese Dritten für ihre eigenen Datenschutzpraktiken einstehen. Da das Produkt vollständig auf Messaging-Plattformen anderer Unternehmen läuft, decken die gelesenen Zusagen Ninjōs eigene Verarbeitung ab und enden an der Kanalgrenze.
Sicherheit wird als ausdrückliche Grenze statt als Versprechen formuliert: Kein System sei vollständig sicher, und man werde Betroffene gesetzeskonform benachrichtigen, wenn eine Verletzung sie wesentlich betrifft. Das ist eine Benachrichtigungszusage, keine Garantie.
Betroffenenanfragen laufen standardmäßig nicht bei Ninjō auf. Werden personenbezogene Daten als Kundendaten verarbeitet, verweist die Erklärung die Anfrage an den Kunden, der diese Daten kontrolliert, weil Katalyst dort Auftragsverarbeiter ist. Für eine Agentur ist das der betrieblich folgenreichste Satz: Anfragen von Endnutzern aus den Zielgruppen Ihrer Kunden landen bei Ihnen, nicht beim Anbieter. Für Anfragen, die Katalyst selbst bearbeitet, liegt die veröffentlichte Frist üblicherweise bei dreißig bis fünfundvierzig Tagen.
Drei weitere Grenzen gehören in die Planung. Personenbezogene Daten können in jedem Land gespeichert und verarbeitet werden, in dem Katalyst oder seine Dienstleister tätig sind, einschließlich der Vereinigten Staaten; als Schutzmaßnahme werden Standardvertragsklauseln genannt. Der Dienst ist für geschäftliche und berufliche Nutzung bestimmt und richtet sich nicht an Personen unter achtzehn Jahren. Und der Widerspruch gegen werbebezogene Weitergabe in den USA ist kein Schalter im Produkt: Die Erklärung verlangt, diese Wahl im Leistungsschein festzuhalten — eine Vertrags-, keine Einstellungshandlung.
Zwei Belegslücken sollten die Kaufentscheidung ebenfalls beeinflussen. In dieser Runde war kein zugängliches Dokument zu Nutzungsbedingungen, Erstattung oder Kündigung auffindbar; die Fußzeile verlinkt nur Preise und Datenschutzerklärung. Das Produkt ist zudem jung — der Launch-Eintrag datiert auf August 2026 —, sodass die Anbieterzahlen noch kein unabhängiges Gegenstück haben und quellenübergreifend abweichen: Die Startseite nennt über 120 aktive Agenten, der Launch-Eintrag über 150 im Produktivbetrieb. Eine automatisierte Domain-Reputationsprüfung fällt insgesamt positiv aus, weist aber zugleich verdeckte Eigentümerangaben und einen niedrigen Traffic-Rang aus; solche Prüfungen messen Registrierungssignale, nicht das Produktverhalten.
Es führt Verkaufsgespräche in Direktnachrichten für die Kunden einer Agentur. Je Kunde entsteht ein Agent, trainiert auf dessen Stimme, Angebote und Zielgruppe; er qualifiziert Leads, behandelt Einwände und bucht Termine, während die Agentur das gesamte Portfolio aus einem Dashboard beaufsichtigt.
Die Funktionsseite nennt Instagram, WhatsApp, SMS, Telegram, Facebook, TikTok, Skool und Slack, mit einem gebündelten Posteingang je Kunde. Die Karte des Selbstbedienungstarifs führt eine kürzere Auswahl ohne Telegram und SMS, prüfen Sie die Verfügbarkeit also für den Tarif, den Sie kaufen wollen.
Der Selbstbedienungstarif kostet 150 $ monatlich zuzüglich 0,035 $ je gesendeter Nachricht, nach einem vierzehntägigen kostenlosen Test mit 500 Freinachrichten ohne Kreditkarte. Die White-Label-Stufe wird auf Anfrage bepreist und erfordert ein Gespräch.
Nein. Der Protokollserver arbeitet mit Claude, ChatGPT, Codex und Claude Code und erlaubt es, Agenten anzulegen, Pipelines zu prüfen, Leads zu beantworten, Übergaben abzuwickeln und Berichte abzurufen — aus dem Chatclient heraus. Das Dashboard bleibt als alternative Fläche bestehen.
Ja, und die Übernahmeregeln werden je Kunde gesetzt. Die Autonomie kann vollständig autonom, teilweise überwacht oder Mensch zuerst sein, Eskalationsauslöser werden kontobezogen definiert, und Meldungen erreichen WhatsApp oder Slack mitsamt Kontext des Leads und einer Aktion per Klick.
Die Datenschutzerklärung hält fest, dass identifizierbare Kundendaten niemals für Modelltraining, Profilbildung oder kommerzielle Analysen verwendet werden und nur aggregierte, anonymisierte oder verhaltensbezogene Daten der Verbesserung von Genauigkeit, Sicherheit und Leistung dienen dürfen. Auch Daten aus beruflichen Arbeitsbereichen fließen nicht in die Entwicklung oder das Training allgemeiner oder grundlegender Modelle ein.
Katalyst Arc, LLC handelt als Auftragsverarbeiter für Kundendaten nach den dokumentierten Weisungen des Kunden und nur bei Abrechnung, Kontoverwaltung, Sicherheitsprotokollen und aggregierter Auswertung als Verantwortliche. Anfragen zu Kundendaten gehen an den Kunden, der sie kontrolliert — in einer Agenturkonstellation erreicht die Anfrage also Sie und nicht den Anbieter.