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Craiyon arbeitet direkt im Browser: Sie tippen eine Beschreibung, wählen einen Stil, und der Dienst liefert innerhalb von Sekunden erzeugte Bilder zurück. Als kostenloser KI-Bildgenerator verlangt er keine Installation, und als KI-Kunst Generator arbeitet er über Stilvorlagen statt über Feinregler. Kein Modell wird lokal installiert, und vor der ersten Erzeugung steht keine Registrierungshürde.
Das Produkt startete 2021 unter dem Namen DALL·E mini und trägt seit 2022 den Namen Craiyon. Diese Vorgeschichte erklärt, warum das Werkzeug in Lesezeichen und Forenbeiträgen bis heute unter der alten Bezeichnung auftaucht. Ein im Juli 2022 veröffentlichter unabhängiger Bericht hielt fest, dass OpenAI den Entwickler zur Änderung des Namens DALL·E mini aufforderte, und bezifferte unter Berufung auf eine Modell-Hosting-Plattform den Ausstoß des Modells im Jahr 2022 auf bis zu 50.000 Bilder pro Tag. Diese Zahlen beschreiben das Modell von 2022 und den Verkehr, den es seinerzeit trug, nicht die Modellgeneration, die die Seite heute ausliefert.
Betrieben wird der Dienst von der Craiyon LLC, einer im US-Bundesstaat Delaware gegründeten Gesellschaft, und die Bedingungen verlangen, dass Nutzende die Volljährigkeit ihres Wohnsitzrechts erreicht haben. Zwei Eigenschaften des heutigen Produkts entscheiden die meisten Einführungsfragen: Die kostenlose Stufe ist tatsächlich brauchbar, hinterlässt aber eine sichtbare Markierung, und die bezahlten Stufen sind am Bearbeitungsvolumen bepreist statt am Erzeugungsvolumen. Die Tarifübersicht sollte man mit diesem zweiten Punkt im Kopf lesen, denn er kehrt die Abrechnungslogik der meisten Bilddienste um.
Sechs Stilvorlagen bestimmen die Richtung von Text zu Bild, bevor Sie überhaupt an der Formulierung feilen. Artistic deckt digitale Malerei und kreative Texturen ab, Photo zielt auf realistische fotografische Ergebnisse, Anime erzeugt an japanische Animation angelehnte Bilder, Illustration bedient gezeichnete und digitale Kunststile, Vector liefert klare Formen für skalierbare Grafiken, und Raw legt überhaupt keine Stiltendenz an.
Vor jedem Tarifvergleich lohnt sich das Verständnis des Guthabenmodells. Die Erzeugung aus reinem Text verbraucht überhaupt kein Guthaben; abgezogen wird erst, wenn ein Bild als Eingabe hineingeht und überarbeitet wird. Das dreht die übliche Abrechnungsannahme um: Gekauft wird nicht die Menge erzeugter Bilder, sondern Bearbeitungskapazität.
Ein kostenloses Konto liefert Bilder in Basisqualität mit Wasserzeichen und kann in Stoßzeiten warten müssen. Bezahlte Konten erreichen die hochwertigsten Modelle, schalten sämtliche Seitenverhältnisse frei, laden in höherer Qualität herunter, verlieren das Wasserzeichen und überspringen die Warteschlange. Der Qualitätsunterschied ist ein Modellunterschied und keine Auflösungseinstellung, weshalb ihn keine Nachbearbeitung einholt: Ein Ergebnis in Basisqualität hochzuskalieren rekonstruiert nicht das Detail, das das bessere Modell von vornherein erzeugt hätte.
Das Verhalten der Warteschlange verdient eine eigene Bemerkung. Kostenlose Erzeugung kann zu Spitzenzeiten eine Auslastungsmeldung zurückgeben, und die dokumentierte Reaktion besteht schlicht darin, es kurz darauf erneut zu versuchen, statt eine Einstellung zu ändern. Abonnenten stehen vor dieser Schlange, weshalb die Tarifwahl die Bearbeitungsdauer ebenso beeinflusst wie die Ausgabequalität.
Die kürzeste produktive Schleife lautet Beschreibung, Stil, Ausschluss, Feinschliff — in dieser Reihenfolge, weil jeder Schritt einen anderen Fehlermodus eingrenzt.
Konzeptentwürfe, Social-Media-Visuals und Referenzbilder sind die Fälle, in denen die kostenlose Stufe am besten trägt. In jedem davon ist das Bild eine Eingabe für eine spätere Entscheidung — eine Stimmungsrichtung, ein Platzhalter, ein Vorschautest — und ein Wasserzeichen auf einem Entwurf kostet nichts. Der öffentliche Bestand an Beschreibungen macht das schneller, als es klingt: Eine funktionierende Beschreibung für einen Stil zu lesen, den man selbst nicht trifft, geht meist rascher als blindes Iterieren.
Der Bearbeitungspfad erfüllt eine andere Aufgabe. Weil die Überarbeitung ein vorhandenes Bild als Eingabe annimmt, lässt sich das Werkzeug zum Anpassen eines bereits vorliegenden Motivs nutzen statt nur zum Erschaffen eines neuen, und genau auf diese Arbeit ist das monatliche Guthaben bemessen. Daraus folgt praktisch: Ein Team, das viel erzeugt und selten nachbearbeitet, kommt bequem mit der kleinsten bezahlten Stufe aus, während ein Team, das jede Ausgabe als Ausgangspunkt für Überarbeitung behandelt, sein Guthaben weit schneller aufbraucht, als die Bildzahl vermuten lässt.
Für nicht englischsprachige Arbeitsabläufe erweitert die mehrsprachige Eingabe diesen Spielraum zusätzlich. Ein Briefing in der Sprache, in der das Team tatsächlich arbeitet, geht ohne Übersetzungsschritt direkt ins Eingabefeld, und das beschreibende Detail, das Sie ohnehin ergänzt hätten, wiegt für das Ergebnis schwerer als der Sprachwechsel.
Die Eignungsfrage hängt daran, ob Wasserzeichen und Wartezeit in Ihrem Produktionsweg akzeptabel sind. Ist das Bild ein Entwurf, eine Referenz oder eine private Arbeit, sind beide keine Hindernisse. Geht das Bild unmittelbar in ein Kundenergebnis, ist die kostenlose Stufe ein Test und kein Arbeitsablauf.
Die kostenlose Stufe ist in Menge wie Funktionsumfang gedeckelt und kein unbegrenzter Spielplatz; sie als „unbegrenzte kostenlose Erzeugung" zu bewerten verzerrt die Entscheidung. Planen Sie den Test als Qualitätsstichprobe ein, nicht als dauerhafte Kapazität.
Unabhängig vom Budget entscheidet zusätzlich eine organisatorische Dimension über die Eignung. Da ein Abonnement an eine einzelne Person gebunden ist und nicht zwischen Personen oder Konten geteilt werden darf, ist ein gemeinsamer Team-Zugang kein vorgesehener Weg, Kosten zu verteilen, und eine Agentur mit mehreren Kunden muss mit Arbeitsplätzen statt mit einem Konto planen.
Alles läuft im Browser, und das ist derzeit der einzige unterstützte Zugang. Eine offizielle mobile Anwendung existiert noch nicht; der Anbieter kündigt eine an, weshalb jede App, die heute unter diesem Namen in einem Store steht, nicht vom Anbieter stammt.
Wenn Bilder nicht erscheinen wollen, lautet die dokumentierte Abfolge: auf Chrome oder ein Inkognito-Fenster wechseln, den Zwischenspeicher leeren, ein etwaiges VPN abschalten und erst danach ein anderes Gerät versuchen. Die Reihenfolge ist aufschlussreich, denn die häufigen Ursachen liegen im Browserzustand und in der VPN-Route und nicht im Konto oder im Tarif. Leitet ein Unternehmensnetz den Verkehr standardmäßig über ein VPN, lohnt sich dieser Test vor jedem Support-Ticket.
Die reine Browser-Auslieferung setzt zugleich die praktische Obergrenze der Anbindung. Ergebnisse verlassen den Dienst über den Download und den Arbeitsbereich des Kontos, sodass alles Nachgelagerte — eine Designdatei, ein Redaktionssystem, eine Präsentation — sie als gewöhnliche Bilddateien erhält und nicht über einen Konnektor.
Die Craiyon Preise legen über das kostenlose Konto drei bezahlte Stufen, jährlich abgerechnet mit 120 Dollar für Supporter, 240 Dollar für Professional und 840 Dollar für Ultra. Die Jahresvariante wird als 17 % günstiger gegenüber der monatlichen Zahlung ausgewiesen.
| Tarif | Jahresabrechnung | Bearbeitungsguthaben pro Monat | Sichtbarkeit der Bilder | Warteschlange |
|---|---|---|---|---|
| Kostenlos | — | keines | öffentlich | Wartezeit zu Spitzen möglich |
| Supporter | 120 Dollar | 100 | öffentlich | bevorzugt |
| Professional | 240 Dollar | 220 | privat möglich | bevorzugt |
| Ultra | 840 Dollar | 900 | privat möglich | bevorzugt |
Das Bearbeitungsguthaben trennt die Stufen tatsächlich voneinander: 100 im Monat bei Supporter, 220 bei Professional und 900 bei Ultra. Da die reine Texterzeugung nicht abgerechnet wird, richtet sich die benötigte Stufe nach dem Umfang der Nachbearbeitung und nicht nach der Zahl erzeugter Bilder. Ungenutztes Monatsguthaben wird in keinem Tarif übertragen, und ein Jahr im Voraus zu kaufen vergrößert die monatliche Zuteilung nicht — die Jahresersparnis betrifft den Preis, nicht die Kapazität. Reicht ein Monat nicht aus, lassen sich zusätzliche Guthabenpakete separat erwerben.
Die Tarifseite enthält einen Umschalter zwischen monatlicher und jährlicher Zahlung, und die Beträge von 120, 240 und 840 Dollar werden abgebucht, wenn die Jahresvariante gewählt ist. Ein Wechsel zur Monatszahlung erhöht die Jahresausgabe um die genannten 17 %, lässt das Guthaben aber unverändert: Jahrestarife erhalten dieselbe monatliche Guthabenmenge wie Monatstarife.
Abonnements und einmalige Guthabenkäufe sind gleichermaßen endgültig, und ein teilweise genutzter Abrechnungszeitraum wird nicht erstattet. Eine Kündigung stoppt künftige Abbuchungen und lässt den Zugang bis zum Ende des bezahlten Zeitraums bestehen, weshalb die Kündigungsentscheidung besser vor einem Verlängerungsdatum fällt als danach.
Zwei Bedingungen verschieben eine Arbeitslast unabhängig vom Preis von Craiyon weg. Die erste ist der programmgesteuerte Zugriff: Ohne öffentliche Schnittstelle lässt sich hier keine Kette bauen, die Bilder aus einem Server oder einem geplanten Auftrag erzeugen muss. Die zweite ist die harte Anforderung privater Erzeugung auf der Einstiegsstufe, denn die günstigste bezahlte Stufe veröffentlicht weiterhin, was sie erzeugt. Eine dritte, weichere Bedingung ist die Namensnennung: Kann ein Veröffentlichungsprozess nicht zuverlässig an jedes Bild einen Textnachweis heften, trägt kommerzielle Ausgabe auf der kostenlosen Stufe nicht, und der Vergleich wird zu bezahltem Craiyon gegen bezahlte Alternativen statt zu kostenlosem Craiyon gegen sie.
Die Namensnennung ist die Grenze, an der kostenlose Nutzende am häufigsten hängenbleiben. Kommerzielle Nutzung ist bei jedem Kontotyp erlaubt, aber wer nicht abonniert hat, muss Craiyon im begleitenden Text zum Bild nennen; das Logo in einer Ecke zählt nur dort, wo begleitender Text wirklich unmöglich ist. Das ist strenger, als „frei für kommerzielle Nutzung" nahelegt, und es gilt je veröffentlichtem Bild einzeln.
Supporter belässt erzeugte Bilder öffentlich, private Erzeugung beginnt also bei Professional und nicht auf der ersten bezahlten Stufe. Teams, die unveröffentlichte Kampagnenmotive als vertraulich behandeln, sollten das als Tarifanforderung lesen und nicht als Vorliebe.
Die Lizenz, die Sie auf Beschreibungen und Bilder einräumen, reicht weiter, als man es von einem kostenlosen Zeichenwerkzeug erwartet. Nach den Bedingungen erhält Craiyon eine unbefristete, weltweite, nicht ausschließliche, unterlizenzierbare, vergütungsfreie und unwiderrufliche urheberrechtliche Lizenz, sowohl die von Ihnen eingegebenen Beschreibungen als auch die auf Ihre Anweisung erzeugten Bilder zu vervielfältigen, zu bearbeiten, öffentlich zu zeigen, aufzuführen, unterzulizenzieren und zu verbreiten, und diese Lizenz überdauert das Ende der Vereinbarung. Sie geben Ihre Bilder nicht ausschließlich ab, können sie aber ebenso wenig zurückziehen.
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Erzeugen ist ohne Zahlung möglich, doch das kostenlose Konto ist sowohl in der Bildzahl als auch im Funktionsumfang begrenzt, und die Ausgabe trägt in Basisqualität ein Wasserzeichen.
Der Generator läuft im Browser, und die ersten Bilder erfordern keinen Kauf. Ein Abonnement kauft Modellqualität, Seitenverhältnisse, die Entfernung des Wasserzeichens und Vorrang.
Kommerzielle Nutzung ist bei jedem Kontotyp erlaubt. Ohne Abonnement müssen Sie Craiyon im Text neben dem Bild nennen; ein Logo in der Ecke ist nur zulässig, wo begleitender Text unmöglich ist.
Guthaben misst Bearbeitung. Ein Bild allein aus Text zu erzeugen verbraucht keines; ein Bild zurückzuspielen und mit den hochwertigsten Modellen zu überarbeiten zehrt an der Monatszuteilung.
Nein. Ungenutztes monatliches Abonnementguthaben verfällt und erneuert sich am Abrechnungstag, bei monatlicher wie bei jährlicher Zahlung, und ein Jahrestarif erhält dieselbe Monatszuteilung wie ein Monatstarif.
Auf der kostenlosen und der Supporter-Stufe nicht, dort sind erzeugte Bilder öffentlich. Private Erzeugung beginnt bei der Professional-Stufe.
Derzeit weder noch. Der Anbieter kündigt eine öffentliche Schnittstelle an und eine mobile App als kommend, sodass jede aktuell unter diesem Namen gelistete App nicht die offizielle ist.
Ja. Beschreibungen lassen sich in beliebiger Sprache eingeben, und beschreibendes Detail zählt für das Ergebnis mehr als die Sprache selbst.