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Goodnotes

Goodnotes ist eine Notiz-App für Tablet und Stift, die Notizbücher, Whiteboard, Textdokumente und PDF-Annotation vereint und in den kostenpflichtigen Tarifen KI-Suche sowie Besprechungstranskription bietet.

ProduktivitätBildungKollaborationstools#Mobile App#OCR#PDF
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Freemium
Veröffentlicht
22. Aug. 2026
Domain
goodnotes.com
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Was ist Goodnotes?

Goodnotes ist ein handschriftorientierter Arbeitsbereich für Notizen und Dokumente, der konsequent um das Zusammenspiel von Tablet und Eingabestift herum entworfen wurde und in den vergangenen Jahren um eine KI-Ebene ergänzt worden ist. Die Anwendung startete 2011 als iPad-App und ist inzwischen zu einem plattformübergreifenden Arbeitsbereich gewachsen, der vier Inhaltsformate umfasst: Notizbücher, Whiteboard, Textdokumente und PDF-Annotation. Die offizielle Website positioniert das Produkt heute als die ultimative Notizerfahrung für Fachkräfte, die mit einem Tablet arbeiten, was einen deutlichen Bruch mit der früheren Identität als Werkzeug für Studierende darstellt. Laut TechCrunch verzeichnet das Produkt inzwischen mehr als 25 Millionen monatlich aktive Nutzerinnen und Nutzer gegenüber 21 Millionen im Jahr 2023, und das Unternehmen weitet seine Zielgruppe bewusst über den Bildungsbereich hinaus auf Fachkräfte und Unternehmen aus.

Vor einer Kaufentscheidung lohnt eine Klarstellung. Goodnotes ist kein KI-Produkt, mit dem sich nebenbei Notizen machen lassen, sondern eine ausgereifte Handschriftanwendung, die auf Tablet-Hardware zu den am sorgfältigsten ausgearbeiteten ihrer Art zählt und der über die letzten Veröffentlichungszyklen eine Ebene mit KI-Funktionen hinzugefügt wurde. Schreibgefühl, Handballenerkennung, PDF-Markup und Ablageorganisation bilden das Fundament; KI-Suche, Zusammenfassung, Rechenprüfung und Besprechungstranskription sitzen auf diesem Fundament und sind größtenteils den kostenpflichtigen Tarifen vorbehalten. Wer das Produkt vorrangig als KI-Assistenten bewertet, sollte die Abschnitte zu Preisen und Einschränkungen aufmerksam lesen, denn die KI-Nutzung ist selbst im kostenpflichtigen Pro-Tarif gedeckelt. Wer es dagegen als digitales Papier mit nützlichen KI-Annehmlichkeiten betrachtet, findet ein erheblich klareres Wertversprechen vor.

Kernfunktionen

  • Vier Inhaltsformate in einem Arbeitsbereich: Notizbücher für die tägliche Erfassung und Planung, ein Whiteboard für freies Denken auf unendlicher Fläche, Textdokumente für schnelles Tippen und ausgearbeitete Ergebnisse sowie PDF-Annotation zum Kommentieren von Verträgen, Schriftsätzen und Berichten. Es handelt sich nicht um getrennte Apps, sondern um Formate innerhalb derselben Bibliothek, sodass ein Projekt handschriftliche Seiten, eine Skizze und einen annotierten Vertrag gemeinsam aufnehmen kann.
  • Ein Schreibverhalten nahe am Papier: Die Schreib-Engine ist die älteste und am feinsten abgestimmte Komponente des Produkts. Sie können die Hand auflegen, zum Löschen durchstreichen und Gekritzeltes jederzeit in Text umwandeln. Einstellungen zur Schreibempfindlichkeit stehen unter iOS bereit, Stiftarten, Formerkennung und das Lasso-Werkzeug vervollständigen den Werkzeugkasten.
  • KI-Suche über alle Inhaltsarten hinweg: Die KI kann getippten Text, Handschrift, PDFs, Bilder und Diagramme durchsuchen und indiziert dabei auch Text innerhalb handschriftlicher Notizen, sodass die gesamte Bibliothek durchsuchbar wird und nicht nur die getippten Anteile.
  • Handschrifterkennung mit Rechtschreibprüfung: Handschrift lässt sich in sauberen, bearbeitbaren Text umwandeln, mit integrierter Rechtschreibprüfung und Formatierungsunterstützung. Das ist die Brücke zwischen der schnellen Erfassung auf dem Tablet und einem Dokument, das jemand anderes lesen soll.
  • Rechenprüfung und Quizerstellung: Sie können Gleichungen handschriftlich notieren und von der KI unmittelbar nachrechnen lassen oder direkt aus vorhandenen Notizen Quizfragen und strukturierte Ausgaben erzeugen. Hier zeigt sich das Bildungserbe des Produkts am deutlichsten.
  • Besprechungserfassung und Transkription: Audioaufnahme in Verbindung mit Transkription verwandelt Diskussionen in durchsuchbaren Text, der sich mit handschriftlichen Notizen zusammenführen lässt. Laut TechCrunch stützt sich diese Fähigkeit auf Technologie eines südkoreanischen Start-ups für Besprechungs- und Videozusammenfassungen, das 2024 übernommen wurde.
  • Echtzeit-Zusammenarbeit und Teamverwaltung: Mehrere Personen können gleichzeitig im selben Notizbuch, Dokument oder Whiteboard arbeiten, wobei der Teams-Tarif SAML-SSO, Domänensteuerung, gebündelte Abrechnung und Benutzerverwaltung ergänzt.

Anwendungsfälle

  1. Dokumentannotation in fachlichen Prüfprozessen: Juristinnen, die Schriftsätze kommentieren, Ingenieure, die Zeichnungen prüfen, und Beratende, die Berichte durcharbeiten, importieren ein PDF, annotieren es wie auf Papier und durchsuchen diese Anmerkungen später. Da die Markierungen beim Originaldokument bleiben und nicht in einem separaten Kommentarstrang landen, geht der Zusammenhang beim Export oder beim Teilen nicht verloren.
  2. Erfassung von Vorlesungen und Lernstoff: Studierende nehmen die Vorlesung auf, während sie mitschreiben, und finden Wochen später über die Handschriftsuche eine bestimmte Stelle, ohne alles erneut lesen zu müssen. Übungsfragen aus vorhandenen Notizen verwandeln passives Wiederholen in aktives Abrufen, und der Bildungstarif stellt eine Administrationskonsole für den Einsatz in Einrichtungen bereit.
  3. Besprechungsnotizen, die zum Ergebnis werden: Erfassen Sie die Diskussion handschriftlich oder getippt, während die Transkription läuft, fassen Sie das Ergebnis anschließend zu Aufgaben zusammen und führen Sie es mit Ihren eigenen Notizen zu einem teilbaren Dokument zusammen. Genau die Strecke zwischen Sitzungsende und fertigem Protokoll verkürzt sich dadurch.
  4. Whiteboard-Ideenfindung und Diagrammarbeit: Teams skizzieren auf einer unendlichen Fläche mit Handschrift, Formen und Text und überführen das lose Ergebnis anschließend in eine Mindmap oder ein strukturiertes Diagramm. Da die Fläche in Echtzeit gemeinsam genutzt wird, tragen auch verteilte Beteiligte in der ihnen jeweils angenehmsten Eingabeform bei.
  5. Notizen im Außendienst und vor Ort: Fachkräfte, die abseits des Schreibtischs arbeiten, etwa im klinischen Bereich, in der Prüfung oder auf der Baustelle, schreiben unter Bedingungen auf dem Tablet, unter denen ein Notebook unpraktisch wäre, und sichten dasselbe Material später auf Telefon oder Desktop.
  6. Persönliche Planung und Journaling: Vorlagen, Planer, Umschläge und Sticker unterstützen die tägliche Planung und Journaling-Routinen. Das gehört zu den verbreitetsten privaten Nutzungsformen und trägt einen großen Markt für Vorlagen von Drittanbietern.

So nutzt du Goodnotes

  1. Laden Sie den Client für Ihre Plattform von der offiziellen Website oder aus dem App-Store Ihres Geräts und legen Sie ein Konto an. Neue Nutzerinnen und Nutzer erhalten einen kostenlosen Testzeitraum für die kostenpflichtigen Funktionen.
  2. Wählen Sie das Format, das zur Aufgabe passt: ein Notizbuch für fortlaufende Erfassung, ein Whiteboard für offenes Denken, ein Textdokument für getippte Ergebnisse oder ein importiertes PDF zum Kommentieren.
  3. Richten Sie Ihre Schreibwerkzeuge ein, bevor Sie eine längere Sitzung beginnen: Stiftart und Strichstärke festlegen, unter iOS bei Bedarf die Schreibempfindlichkeit aktivieren und prüfen, ob die Handballenerkennung zu Ihrer Handhaltung passt.
  4. Erfassen Sie Ihr Material durch Schreiben, Tippen, Skizzieren oder Aufnehmen. In einer Besprechung oder Vorlesung starten Sie die Aufnahme, damit die Transkription parallel zu Ihren handschriftlichen Notizen läuft.
  5. Nutzen Sie die KI-Suche, um Material in Ihrer Bibliothek zu finden, wandeln Sie Handschrift in Text um, wenn das Ergebnis geteilt werden soll, und fassen Sie längere Notizen oder Aufnahmen zu Kernpunkten zusammen.
  6. Ordnen Sie fortlaufend mit Ordnern und Favoriten und exportieren Sie als PDF oder teilen Sie einen Link, sobald die Arbeit die Anwendung verlassen soll.

Tipps & Best Practices

  • Prüfen Sie vor dem Jahresabo, ob Ihr Gerät geeignet ist. Das Unternehmen weist darauf hin, dass auf älteren oder Einsteigergeräten wie Tablets mit 4 GB Arbeitsspeicher oder weniger und einfachen Chromebooks Leistung und Funktionsumfang eingeschränkt sein können. Testen Sie ein umfangreiches PDF und ein langes Notizbuch während der Testphase und nicht erst nach der Zahlung.
  • Behandeln Sie KI als kontingentierte, nicht als unbegrenzte Ressource. Legen Sie vorab fest, welche Aufgaben den Einsatz wirklich rechtfertigen: Eine lange Besprechung zusammenzufassen lohnt sich, eine einzelne Rechenzeile zu prüfen meist nicht. Wer stark auf KI setzt, sollte das separate Zusatzpaket einkalkulieren, statt anzunehmen, der Pro-Tarif decke alles ab.
  • Legen Sie früh eine Ordnerstruktur an. Die häufigste Klage langjähriger Nutzerinnen und Nutzer lautet, dass ein Wechsel zu einer anderen Anwendung mit wachsender Bibliothek praktisch unmöglich wird. Eine konsistente Struktur hält Ihre eigene Sammlung navigierbar und macht einen späteren Export deutlich weniger schmerzhaft.
  • Wandeln Sie Handschrift beim Teilen um, nicht schon beim Erfassen. Handschriftliches Schreiben ist beim Denken schneller, umgewandelter Text beim Weitergeben besser. Wer erst dann konvertiert, wenn Inhalte die Anwendung verlassen, behält den Geschwindigkeitsvorteil der Handschrift.
  • Prüfen Sie die Sprachunterstützung, bevor Sie sich außerhalb des Englischen auf die KI verlassen. Das Unternehmen gibt an, dass die KI am besten auf Englisch arbeitet und darüber hinaus eine definierte Liste von Sprachen unterstützt, die Qualität also nicht in allen Sprachräumen gleich ausfällt.
  • Machen Sie den Export zur Gewohnheit. Wer wichtige Notizbücher regelmäßig als PDF exportiert, verfügt über eine transportable Kopie, die weder von der Synchronisationsschicht der Anwendung noch vom Fortbestand des Abonnements abhängt.

Für wen ist Goodnotes?

  • Fachkräfte, die primär am Tablet arbeiten: Beratende, Anwältinnen, Ingenieure und klinisch Tätige, die überwiegend mit Tablet und Stift arbeiten und für die Dokumentmarkup ebenso wichtig ist wie das leere Blatt.
  • Studierende und Lehrende: die historische Kernzielgruppe, unterstützt durch Vorlesungsaufzeichnung, Quizerstellung, Vorlagen und einen Bildungstarif mit Verwaltungswerkzeugen für Einrichtungen.
  • Teams mit Bedarf an gemeinsamen visuellen Flächen: Gruppen, die auf Whiteboards denken und deren Ergebnis mit der Projektdokumentation verbunden bleiben soll, statt in Screenshots zu erstarren.
  • Wissensarbeitende mit vielen Besprechungen: Personen, deren wesentlicher Engpass darin besteht, Gespräche in schriftliche Folgearbeit zu überführen, und die von Transkription plus Zusammenfassung am stärksten profitieren.
  • Menschen, die besser mit der Hand denken: Nutzerinnen und Nutzer, die das Tippen als Einschränkung ihres Denkens empfinden und dennoch nicht auf Durchsuchbarkeit verzichten möchten.
  • Organisationen mit Compliance-Anforderungen: Unternehmenskunden, die SSO, Domänensteuerung, Administrationsrechte und eine Steuerung der KI-Nutzung durch Mitarbeitende benötigen.

Plattformen

  • iPadOS und iOS: die Ursprungsplattform und das Hauptterrain, auf dem das Schreiberlebnis am weitesten ausgereift ist. Einstellungen zur Schreibempfindlichkeit sind als iOS-exklusiv gekennzeichnet.
  • macOS: ein Desktop-Client zum Sichten und Bearbeiten von Material, das auf dem Tablet entstanden ist.
  • Windows: Ein Desktop-Client ist vorhanden, allerdings häufen sich in Bewertungen Dritter gerade hier Klagen über die Stabilität.
  • Android und Chromebooks: über Google Play verfügbar, für Samsung-Tablets zusätzlich über den Galaxy Store. Die App wurde bei Google Play Best of 2025 als beste App für große Bildschirme ausgezeichnet. Beachten Sie zugleich den im Abschnitt zu den Einschränkungen beschriebenen Qualitätsunterschied zwischen den Plattformen.
  • Web: Zugang über den Browser für Situationen, in denen die Installation eines Clients nicht praktikabel ist.
  • Geräteübergreifende Synchronisation: Sie können unter Android, Chromebook, Windows und im Web auf Ihre Notizen zugreifen, doch die Synchronisation gehört zu den kostenpflichtigen Funktionen und ist vom Einmalkauf ausgenommen.

Preise & Pläne

Goodnotes bietet einen dauerhaft kostenlosen Tarif mit einfachen Notizen, 3 Notizbüchern, eingeschränktem Teilen und 100 MB Speicher, wobei die Audioaufnahme auf 20 Minuten begrenzt ist und Funktionen wie Fragen und Antworten sowie Mathematik nur ein kleines monatliches Kontingent erhalten. Das genügt, um das Schreibgefühl zu beurteilen, nicht aber für dauerhafte Arbeit; neue Nutzerinnen und Nutzer können einen Testzeitraum der kostenpflichtigen Funktionen starten, um zu sehen, was gesperrt ist.

Die kostenpflichtigen Stufen werden jährlich abgerechnet. Essentials kostet 11,99 US-Dollar pro Jahr und schaltet unbegrenzte Notizbücher, vollständiges Teilen, erweiterten Speicher, unbegrenzte Audioaufnahme und grundlegende KI frei. Pro ergänzt Laufwerksintegrationen, das Teilen über private Links, Echtzeit-Zusammenarbeit, geräteübergreifende Synchronisation und einen größeren KI-Funktionsumfang. Teams wird pro Platz abgerechnet und fügt SAML-SSO, Domänensteuerung, gebündelte Abrechnung und Benutzerverwaltung hinzu, während Enterprise auf Angebotsbasis läuft und die Bearbeitung von Datenschutz- und Sicherheitsanfragen, KI-Berechtigungen, Unterstützung für das Microsoft-Intune-SDK und eine dedizierte Kundenbetreuung umfasst. Zwei Preisdetails verdienen vor dem Abschluss Beachtung: Erstens ist die KI-Kapazität auch in den kostenpflichtigen Tarifen kontingentiert, für unbegrenzte Nutzung wird ein separater AI Pass+ zu 9,99 US-Dollar monatlich verkauft. Zweitens existiert weiterhin ein Einmalkauf für Apple-Geräte, der jedoch ohne Cloud-Synchronisation und ohne plattformübergreifende Unterstützung ausgeliefert wird und damit ein tatsächlich anderes Produkterlebnis darstellt statt eines günstigeren Wegs zum gleichen Funktionsumfang.

Alternativen

  • Notability: der direkteste Wettbewerber auf dem iPad mit ähnlichem Schwerpunkt auf Handschrift und Audioaufnahme. Nutzerinnen und Nutzer, die Goodnotes wegen Oberflächenänderungen verlassen haben, nennen dieses Produkt besonders häufig.
  • Microsoft OneNote: kostenlos und tief in das Microsoft-Ökosystem integriert, mit flexiblerer Seitenfläche, aber weniger fein abgestimmtem Schreibgefühl auf Tablet-Hardware.
  • Apple Notizen: auf Apple-Geräten ohne Zusatzkosten enthalten und bei Handschrift und Scannen zunehmend leistungsfähig, für leichte Anforderungen ausreichend.
  • Notion: eher ein strukturierter Wissens- und Datenbankarbeitsbereich als ein Handschriftwerkzeug. Passender, wenn der Kern der Aufgabe im Ordnen getippten Teamwissens liegt und nicht im Schreiben mit der Hand.
  • Obsidian: eine lokal ausgerichtete Wissensbasis aus reinem Text für alle, denen Datenportabilität und Verknüpfungen wichtiger sind als die Stifteingabe.

Einschränkungen & Hinweise

Die greifbarste Einschränkung ist der Abstand zwischen den Plattformen. Im App Store erreicht die App 4,7 Sterne bei mehr als 442.000 Bewertungen, bei Google Play dagegen 3,3 Sterne bei rund 34.100 Rezensionen, eine bemerkenswerte Abweichung für dasselbe Produkt. Sichtbare Android-Bewertungen nennen die fehlende vollständige Bibliothekssynchronisation, Verzögerungen und ein unerwartetes Verhalten der Beschränkungen im kostenlosen Tarif. Wer Goodnotes vorwiegend unter Android einsetzen möchte, kann aus dem iOS-Ruf keine verlässlichen Schlüsse ziehen. Das Unternehmen selbst weist darauf hin, dass Leistung und Funktionsumfang auf schwächer ausgestatteten Tablets und einfachen Chromebooks eingeschränkt sein können.

Stabilität ist ein wiederkehrendes Thema in unabhängigen Bewertungen. Auf Trustpilot erreicht das Unternehmen 4,1 bei 145 Rezensionen, und die Zusammenfassung jüngerer Rückmeldungen lobt das Support-Team, verzeichnet zugleich aber Leistungsprobleme, störende Fehler und unerwartete Abstürze, insbesondere auf Windows-Geräten und Tablets. Dieser Gegensatz zwischen geschätztem Support und umstrittener Anwendungsstabilität sollte in die Abwägung einfließen, denn ein reaktionsschneller Support macht eine Anwendung nicht wett, die mitten in der Vorlesung abstürzt.

Die Neugestaltung der Oberfläche im Oktober 2025 löste erheblichen öffentlichen Widerspruch aus. Eine Berichterstattung, die Diskussionen auf Reddit und X bündelt, beschreibt Nutzerinnen und Nutzer, die die Rückkehr der einfacheren Goodnotes-6-Oberfläche fordern, mit Kritik an Fehlern bei Pfeil- und Lasso-Werkzeug, einer schwebenden Werkzeugleiste, die Fläche beansprucht, und häufig genutzten Bedienelementen, die in Aufklappmenüs verschoben wurden. Diese Berichte spiegeln wiederkehrende Themen aus der Community wider und keine gemessenen Statistiken, doch der Umfang reichte aus, um Presseaufmerksamkeit zu erzeugen. Er verdeutlicht ein reales Risiko: Der tägliche Arbeitsablauf kann sich ohne Ihr Zutun ändern, in einem Werkzeug, in dem Sie über Jahre Material angesammelt haben.

Bei der KI selbst sollten die Erwartungen kalibriert werden. Die Nutzung ist selbst im Pro-Tarif gedeckelt, unbegrenzter Zugriff erfordert das separate Zusatzpaket. Das Unternehmen gibt an, dass die KI am besten auf Englisch arbeitet und darüber hinaus eine definierte Sprachliste abdeckt, weshalb nicht englischsprachige Anwenderinnen und Anwender die Qualität während der Testphase mit eigenem Material prüfen sollten. Beachten Sie schließlich den Kompromiss des weiterhin angebotenen Einmalkaufs: Er gilt nur für Apple-Geräte und kommt ohne Cloud-Synchronisation und plattformübergreifende Unterstützung, eignet sich also nicht für geräteübergreifendes Arbeiten.

Zum Datenschutz lautet die veröffentlichte Position des Unternehmens, dass Ihre Daten privat bleiben und Sie selbst über deren Verwendung bestimmen, wobei Unternehmenstarife zusätzliche Kontrollmöglichkeiten enthalten. Unabhängig davon weist die Datensicherheitsangabe bei Google Play darauf hin, dass die App personenbezogene Informationen und Aktivitätsdaten mit Dritten teilen kann, dass Daten bei der Übertragung verschlüsselt werden und dass eine Löschung beantragt werden kann. Wer regulierte oder mandantenvertrauliche Unterlagen bearbeitet, sollte beide Texte im Original lesen.

FAQ

Q1. Ist Goodnotes ein KI-Werkzeug oder eine Notiz-App?

Es ist eine Notiz- und Dokumentanwendung mit einer darüber gelegten KI-Ebene. Die Handschrift-Engine, die PDF-Annotation und die Ablageorganisation bilden den seit 2011 gewachsenen, ausgereiften Kern; KI-Suche, Zusammenfassung, Rechenprüfung und Transkription sind neuere Ergänzungen, die an kostenpflichtige Tarife gebunden sind. Der Name im App Store enthält inzwischen den Zusatz KI und das Unternehmen pflegt einen eigenen KI-Bereich auf seiner Website, die Funktionen existieren also real und werden aktiv weiterentwickelt. Sie sind jedoch eine Erweiterung eines Handschriftprodukts und nicht dessen Fundament.

Q2. Gibt es eine kostenlose Version, und was ist tatsächlich enthalten?

Ja, es existiert ein dauerhaft kostenloser Tarif mit einfachen Notizen, 3 Notizbüchern, eingeschränktem Teilen und 100 MB Speicher. Die Audioaufnahme ist auf 20 Minuten begrenzt, KI-Funktionen wie Fragen und Antworten sowie Mathematik verfügen über ein kleines monatliches Kontingent. Zum Ausprobieren des Schreibgefühls ist das geeignet, für dauerhafte Nutzung machen die Begrenzung der Notizbücher und des Speichers ihn jedoch unpraktisch. Für neue Nutzerinnen und Nutzer steht ein Test der kostenpflichtigen Funktionen bereit.

Q3. Kann man Goodnotes weiterhin einmalig kaufen statt zu abonnieren?

Ein Einmalkauf für Apple-Geräte wird weiterhin angeboten, allerdings ohne Cloud-Synchronisation und ohne plattformübergreifende Unterstützung. Notizen verbleiben damit auf dem Apple-Gerät, auf dem sie entstanden sind, und werden weder nach Windows noch nach Android oder ins Web synchronisiert. Wenn geräteübergreifendes Arbeiten für Sie zählt, ersetzt der Einmalkauf kein Abonnement.

Q4. Wie gut ist die Android-Version im Vergleich zum iPad?

Nach Nutzerbewertungen deutlich schwächer. Der Android-Eintrag zeigt 3,3 Sterne bei rund 34.100 Rezensionen gegenüber 4,7 Sternen im App Store, wobei Android-Rezensenten die fehlende vollständige Bibliothekssynchronisation und Leistungsprobleme anführen. Die Android-App wurde zwar bei Google Play für ihre Gestaltung auf großen Bildschirmen ausgezeichnet, die Oberfläche gilt also als gelungen, doch die Rückmeldungen zur Zuverlässigkeit bleiben hinter der iOS-Fassung zurück. Testen Sie vor einer Jahreszahlung gründlich auf Ihrem eigenen Android-Gerät.

Q5. Funktioniert die KI auch in anderen Sprachen als Englisch?

Die KI arbeitet am besten auf Englisch und unterstützt zusätzlich eine definierte Liste von Sprachen, darunter Chinesisch in traditioneller und vereinfachter Schrift, Japanisch, Koreanisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch, Italienisch, Niederländisch, Thai und Türkisch. Die Audiotranskription in den Stufen Pro und AI Pass deckt einen deutlich größeren Sprachumfang ab. Da die Qualität nicht in allen Sprachräumen gleich ist, sollten Sie während der Testphase mit eigenem Material prüfen.

Q6. Werden meine Handschrift und meine Notizen zum Training der KI verwendet?

Die veröffentlichte Antwort des Unternehmens lautet nein: Es erklärt, dass Ihre Daten privat bleiben und Sie selbst über deren Verwendung bestimmen, wobei Unternehmenstarife zusätzliche Datenschutzkontrollen und Governance-Funktionen enthalten. Davon getrennt gibt der Bereich Datensicherheit bei Google Play an, dass die App personenbezogene Informationen und Aktivitätsdaten mit Dritten teilen kann, dass Daten bei der Übertragung verschlüsselt werden und dass Löschanfragen möglich sind. Bei vertraulichem Material sollten Sie Datenschutzerklärung und Datensicherheitsangabe unmittelbar heranziehen.

Q7. Sind die KI-Funktionen in den kostenpflichtigen Tarifen unbegrenzt?

Nein. Die KI-Nutzung wird kontingentiert und ist selbst im Pro-Tarif gedeckelt. Für unbegrenzten Zugriff wird ein AI Pass+ zu 9,99 US-Dollar monatlich separat verkauft. Wenn Ihr Arbeitsablauf auf fortlaufende Zusammenfassung oder Transkription angewiesen ist, kalkulieren Sie diesen Zusatz in die Gesamtkosten ein, statt anzunehmen, das Pro-Abonnement decke ihn ab.

Q8. Was geschah bei der Überarbeitung der Oberfläche, und betrifft das neue Nutzer?

Ein Update im Oktober 2025 brachte eine überarbeitete Oberfläche zusammen mit neuen KI-Funktionen und zog erhebliche öffentliche Kritik nach sich: Nutzerinnen und Nutzer forderten die Rückkehr der einfacheren Goodnotes-6-Oberfläche und meldeten Werkzeugfehler sowie verschobene Bedienelemente. Neue Anwenderinnen und Anwender ohne eingeübte Handgriffe aus früheren Versionen sind weniger betroffen, da sich die Beschwerden vor allem auf die Störung eingespielter Abläufe beziehen. Der Vorgang bleibt dennoch aufschlussreich als Hinweis darauf, wie stark sich die Oberfläche zwischen Versionen ändern kann.

Q9. Können Teams Goodnotes mit Single Sign-on und zentraler Verwaltung nutzen?

Ja. Der Teams-Tarif wird pro Platz abgerechnet und umfasst SAML-SSO, Domänensteuerung, gebündelte Abrechnung sowie Benutzer- und Administratorverwaltung. Der Enterprise-Tarif ergänzt Berechtigungssteuerung für KI, vorrangige Bearbeitung von Sicherheitsanfragen, Unterstützung für das Microsoft Intune App SDK und eine dedizierte Kundenbetreuung und ist damit der passende Weg für Organisationen mit Compliance- oder Geräteverwaltungsanforderungen.

Q10. Welche Geräte und Plattformen unterstützt Goodnotes?

Clients stehen für iOS und iPadOS, macOS, Windows, Android einschließlich Chromebooks sowie für das Web bereit. Die geräteübergreifende Synchronisation ist eine kostenpflichtige Funktion. Der Schwerpunkt des Produkts liegt weiterhin auf der Kombination aus Tablet und Stift, und das Unternehmen weist darauf hin, dass die Leistung auf Tablets mit 4 GB Arbeitsspeicher oder weniger und auf einfachen Chromebooks eingeschränkt sein kann.

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