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Gizmo ist eine KI-gestützte Lern-App, die den Stoff, den du gerade bearbeitest, in Lernkarten und spielerische Quiz verwandelt und ihn anschließend nach den Prinzipien der verteilten Wiederholung und des aktiven Abrufs erneut vorlegt, damit er tatsächlich haften bleibt. Du musst keine Karten von Hand eintippen, denn die App verarbeitet direkt das Rohmaterial, das ohnehin schon vorliegt: ein Vorlesungs-PDF, ein YouTube-Erklärvideo, eine abfotografierte Seite handschriftlicher Notizen, eine Foliensammlung aus dem Unterricht. Innerhalb weniger Sekunden entsteht daraus ein Stapel, mit dem du sofort arbeiten kannst. Das Produkt hieß ursprünglich Save All, und dieser frühere Name findet sich bis heute im Android-Paketnamen und in den Handelsregisterdaten des Unternehmens.
Betreiberin des Dienstes ist die britische Save All Ltd, eingetragen unter der Handelsregisternummer 13489213 mit Sitz in Longcroft House, 2-8 Victoria Avenue, London EC2M 4NS. Das Unternehmen wurde 2021 von drei Absolventen der University of Cambridge gegründet: Petros Christodoulou als CEO, Paul Evangelou als CPO und Robin Jack als CTO. Diese akademische Herkunft prägt die Haltung des Produkts erkennbar, denn der offizielle Blog stammt vom Mitgründer selbst und diskutiert die Gedächtnisforschung unmittelbar, wobei zwei Beiträge auf Hacker News Platz eins und Platz drei erreichten.
Im breiteren Markt der Lernwerkzeuge liegt Gizmo zwischen zwei bekannten Kategorien. Klassische Lernkartenprogramme wie Anki bieten einen mächtigen Planer und enorme Konfigurierbarkeit, überlassen dir aber das Verfassen jeder einzelnen Karte. Allgemeine Chatbots fassen ein PDF bereitwillig zusammen, besitzen jedoch weder ein Gedächtnismodell noch einen Stapel, zu dem du zurückkehrst, noch irgendeinen Grund, die App morgen erneut zu öffnen. Gizmos Wette lautet, dass Erzeugungsschritt und Behaltensschleife in dieselbe Anwendung gehören, eingefasst in jene Bindungsmechaniken, die Consumer-Apps längst perfektioniert haben.
Gizmo ist kostenlos herunterzuladen und kostenlos zu beginnen, und beide App-Stores führen es als Gratis-App mit In-App-Käufen statt als kostenpflichtigen Download. Die kostenlose Stufe ist brauchbar, aber bewusst rationiert. Die Bindungsschleife bedient sich offen bei Duolingo: tägliche Serien, die eine Mindestzahl beantworteter Fragen verlangen, Bestenlisten unter Freunden sowie ein Vorrat von fünfzehn Herzen pro Tag, der sich bei jeder falschen Antwort um eines verringert. Sind die Herzen aufgebraucht, wartest du etwa zehn Minuten auf ihre Regeneration oder schließt ein Abonnement für unbegrenzte Herzen ab, wobei die kostenlose Stufe die Erzeugung von KI-Quiz auf zehn pro Tag begrenzt und kostenpflichtige Pläne diese Grenze aufheben.
Die kostenpflichtige Stufe ist ein Abonnement, dessen Zweck genau in der Aufhebung dieser Obergrenzen besteht. Gizmo veröffentlicht jedoch keine eigenständige Preisseite auf seiner Website, weshalb die genauen Stufen, regionale Preise und etwaige Studierendenrabatte beim Kauf in der App oder während des Bezahlvorgangs zu prüfen sind und nicht aus Zusammenfassungen Dritter übernommen werden sollten, deren Zahlen stark voneinander abweichen und häufig veraltet sind. Behandle jede konkrete Zahl außerhalb des offiziellen Kaufwegs als ungeprüft. (noch zu verifizieren)
Ja, die App lässt sich kostenlos herunterladen und nutzen, mit einer rationierten Gratisstufe: ein tägliches Kontingent an Herzen, das sich bei falschen Antworten aufbraucht, sowie eine Obergrenze für die Zahl täglich erzeugbarer KI-Quiz. Ein kostenpflichtiges Abonnement hebt diese Grenzen auf.
Importiert werden YouTube-Videos, PDFs, getippte Notizen und PowerPoint-Folien, außerdem lassen sich abfotografierte handschriftliche Seiten scannen. Ebenso kannst du Stapel aus Quizlet und Anki migrieren oder die KI allein aus einem Themennamen einen Stapel bauen lassen.
Ja. Gizmo hieß früher Save All, und das dahinterstehende Unternehmen ist im Vereinigten Königreich weiterhin als Save All Ltd eingetragen. Der alte Name lebt im Android-Paketnamen und in den Entwicklerangaben der App-Stores fort.
Nein. Eine Internetverbindung ist erforderlich, was unabhängige Praxistests als reale Einschränkung für das Lernen im Pendelverkehr oder in schlecht versorgten Gebieten hervorgehoben haben.
Gut genug, um erheblich Zeit zu sparen, aber nicht verlässlich genug, um die Durchsicht zu überspringen. Nutzer berichten, dass erzeugte Karten mitunter über die Quelle hinausgehende Angaben ergänzen oder gewünschte Punkte auslassen, weshalb dringend empfohlen wird, einen neuen Stapel vor dem Üben zu prüfen.
Die Datenschutzerklärung ordnet sie den Bildungsdaten zu und führt aus, dass sie zur Erbringung des Dienstes verwendet werden, also zur Erzeugung deiner Quiz und Lerninhalte, sowie zur Analyse deiner Nutzung der Plattform. Die Datensicherheitsangabe unter Android erklärt, dass keine Daten an Dritte weitergegeben werden und eine Löschung verlangt werden kann.
Ja. Die Datenschutzerklärung untersagt Nutzern unter 13 Jahren beziehungsweise unterhalb des in deinem Land geltenden Einwilligungsalters den Zugang und die Nutzung. Der iOS-Eintrag trägt zwar die Freigabe 4+, maßgeblich ist jedoch die vertragliche Altersuntergrenze.
Die Kündigung erfolgt über dein Konto oder über den App-Store, in dem du abgeschlossen hast. Mehrere öffentliche Rezensionen berichten von Schwierigkeiten, einen Kündigungsweg in der App zu finden, weshalb bei einem Abschluss über App Store oder Google Play der Weg über die Abonnementeinstellungen der jeweiligen Plattform verlässlicher ist.
Web, iOS und Android. Der Android-Eintrag bestätigt zusätzlich die Unterstützung von Tablets und Chromebooks, während die iOS-Fassung mindestens iOS 16.4 voraussetzt.