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Perfectcorp

Perfect Corp ist eine Enterprise-SaaS-Plattform für Beauty-, Skincare- und Modemarken, die AR-Anprobe und KI-Hautanalyse zum Einbinden in eigene Websites, Apps und Filialen bereitstellt. Zielgruppe sind Marken- und Retail-Teams, nicht Privatnutzer – für diese gibt es die separate YouCam-App-Reihe.

SchönheitE-CommerceComputer Vision#Schönheit#Enterprise#Computer Vision
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Veröffentlicht
14. Aug. 2026
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Was ist Perfectcorp?

Perfectcorp bezeichnet die Geschäftskundenplattform von Perfect Corp., einem börsennotierten Unternehmen für Beauty- und Modetechnologie, das Anprobe per erweiterter Realität und KI-gestützte Hautanalyse an Marken verkauft und nicht an einzelne Verbraucher. Auf der eigenen Unternehmensseite beschreibt sich das Unternehmen als führender Anbieter von SaaS-Lösungen für künstliche Intelligenz und erweiterte Realität in Beauty und Mode, notiert an der NYSE unter dem Kürzel PERF, mit dem Anspruch, das Einkaufserlebnis über nahtlose Omnichannel-Wege zu verändern. In der Praxis lizenziert eine Kosmetikmarke, ein Brillenhändler oder eine Klinik für ästhetische Medizin die Technologie und bindet sie in die eigene Website, App oder das Tablet in der Filiale ein. Die Kundschaft am Ende der Kette erfährt meist gar nicht, welcher Anbieter hinter dem Spiegel steht.

Es lohnt sich, genau zu benennen, welche Ebene des Geschäfts dieser Eintrag beschreibt, denn Perfect Corp. betreibt zwei sehr unterschiedliche Produktlinien unter einem Dach. Die Geschäftsseite liegt unter dem Pfad /business, gliedert sich in die Menüs Enterprise, Online Service und Technologies und ist im Kern ein B2B-Geschäft mit SaaS und APIs, das über Vertriebskontakt und Abonnementlizenzen verkauft wird. Die Verbraucherseite umfasst die YouCam-Apps — YouCam Makeup, YouCam Perfect, YouCam Enhance, YouCam Video, YouCam AI Pro und weitere —, die Privatnutzer in App-Stores herunterladen, um Fotos zu bearbeiten und Make-up virtuell auszuprobieren. Beide Linien teilen die zugrunde liegende Forschung im Bereich Computer Vision und den Markennamen YouCam, unterscheiden sich aber in Preisen, Plattformen und Käufern vollständig und unterliegen sogar getrennten Datenschutzerklärungen. Viele Tool-Verzeichnisse werfen diese beiden Ebenen zusammen, und genau darin liegt das häufigste Missverständnis über dieses Unternehmen.

Daraus ergibt sich eine klare Positionierung. Perfectcorp ist weder ein allgemeiner Bildeditor noch eine Consumer-App, sondern Infrastruktur für den Beauty-Handel. Die Hauptüberschrift der Geschäftsstartseite positioniert das Angebot als AR-Beautytechnologie und KI-Hauttechnologie für den Beauty-E-Commerce, und das Versprechen an Marken ist wirtschaftlich statt kreativ: höhere Konversion, größere Warenkörbe, längere Verweildauer und weniger Retouren, wenn Käuferinnen und Käufer ein Produkt vor der Bestellung auf dem eigenen Gesicht sehen können.

Kernfunktionen

  • AR-Anprobe über Beauty- und Modekategorien hinweg: Der Katalog umfasst Make-up, Frisuren, Haarfarbe, Nägel und Haut und reicht deutlich über Kosmetik hinaus bis zu Brillen, Ringen, Uhren, Ohrringen, Kleidung und Schuhen. Jeder Bereich wird als eigenes Modul verkauft, sodass ein Schmuckhändler und eine Lippenstiftmarke unterschiedliche Teile derselben Rendering-Basis lizenzieren.
  • KI-Hautanalyse mit dokumentierter Methodik: Das zentrale Diagnoseprodukt bewertet anhand von Gesichtsaufnahmen mehrere Hautthemen. Die Produktseite nennt ausdrücklich Flecken, Augenringe, Ausstrahlung, Tränensäcke, Tränenrinnen, Rötungen, Poren, Hautbild, Fettigkeit, hängende Lider, Falten, Feuchtigkeitswerte, Festigkeit und Akne — für eine Marketingseite ungewöhnlich konkret und dadurch überprüfbar.
  • 180-Grad-Gesichtserfassung statt einer einzelnen Frontalaufnahme: Die Analyse bewertet nicht ein Foto, sondern erfasst drei Bilder. Nach Darstellung des Unternehmens analysiert die Technologie Aufnahmen von vorn sowie im linken und rechten Profil, wodurch auch Zonen wie Kinn und Wangen abgedeckt werden, die ein frontales Selfie perspektivisch verkürzt.
  • Expert-Mode-API für Marken mit eigenen klinischen Daten: Für Kunden, die das Bewertungsurteil des Anbieters nicht übernehmen möchten, existiert eine tiefere Ebene mit Zugriff auf detaillierte Hautdaten auf Pixelebene, um eigene Bewertungsmodelle auf Basis interner klinischer Tests und proprietärer Datensätze aufzubauen. Das passt zu Marken, die bereits eigene dermatologische Studien durchführen.
  • Breite Entwickler-API mit Agentenunterstützung: Das YouCam-API-Portal präsentiert den Funktionsumfang als Entwicklerprodukt und wirbt damit, mehr als fünfzig KI-Funktionen über REST-APIs in beliebige Apps, Websites, KI-Agenten oder visuelle Commerce-Erlebnisse einzubinden, mit nativer Unterstützung des Model Context Protocol. Letzteres zeigt, dass das Unternehmen Agentenintegrationen adressiert und nicht nur klassische Web-Frontends.
  • Hauttypbestimmung und personalisierte Empfehlung: Über reine Punktwerte hinaus ordnet die Plattform Nutzerinnen und Nutzer anhand verschiedener Gesichtszonen einem Hauttyp zu und übergibt das Ergebnis an eine Empfehlungsschicht, die diagnostizierte Zustände mit Produkten und Routinen verknüpft.
  • Aggregierte Hautdaten als Analyse-Asset: Die Plattform versteht sich nicht nur als Widget für einzelne Nutzer, sondern als Datenschicht. Marken können Hautprofile im großen Maßstab verstehen, Trends über Zielgruppen hinweg erkennen und Empfehlungen an realen Messwerten statt an Umfrageantworten ausrichten.

Anwendungsfälle

  1. Produktseiten im Beauty-Handel: Eine Kosmetikmarke ergänzt die Farbauswahl um eine Live-Anprobe, damit Kundinnen und Kunden nicht mehr raten müssen, welche Foundation oder welcher Lippenstift passt. Auf dieses Szenario beziehen sich die Kundenbelege des Unternehmens am direktesten, und hier konzentrieren sich die berichteten Effekte auf Warenkorb und Konversion.
  2. Hautberatung in Kliniken und am Verkaufstresen: Eine Klinik oder ein Beauty-Counter führt einen geführten Scan auf dem Tablet durch, erzeugt einen strukturierten Bericht und eröffnet damit das Gespräch über eine Pflegeroutine. Hier wirkt das Werkzeug als Beratungshilfe mit greifbarem Ergebnis, weniger als Verkaufs-Widget.
  3. Optik, Schmuck und Accessoires: Brillen, Ringe, Uhren und Ohrringe verursachen gerade deshalb hohe Retouren, weil Passform und Proportion online schwer einzuschätzen sind. Die virtuelle Anprobe zielt hier ebenso auf die Rücksendequote wie auf die Konversion.
  4. Integrationen für Entwickler und Agenten: Ein Softwareteam, das eine Handels-App, einen Marktplatz oder einen KI-Einkaufsassistenten baut, ruft die APIs direkt auf, statt ein fertiges Widget zu lizenzieren, und gestaltet die eigene Oberfläche um die Vision-Modelle herum.
  5. Marketingaktivierungen von Marken: Limitierte Kampagnen und Produkteinführungen machen die Anprobe zum interaktiven Kernstück. Der von mehreren Handels- und Finanzmedien berichtete Start der Louis-Vuitton-Make-up-Linie brachte virtuelle Anprobe über Web, App und WeChat in dreiunddreißig Länder — ein Beispiel dafür, wie solche Projekte als Mehrmarktkampagnen zugeschnitten werden.
  6. Agenturbetrieb für mehrere Kunden: Agenturen mit mehreren Markenkonten nutzen Projektmanagementfunktionen oberhalb der API-Plattform, eine Fähigkeit, die das Unternehmen 2026 für Agenturen mit Mehrkunden-Deployments angekündigt hat.

So nutzt du Perfectcorp

  1. Klären Sie zuerst, welche Ebene Sie tatsächlich benötigen. Wer eine Consumer-App zur privaten Bildbearbeitung sucht, ist bei den YouCam-Apps richtig; wer Technologie in ein Markenerlebnis einbetten will, bleibt bei der Geschäftsplattform.
  2. Bestimmen Sie das konkrete Modul. Der Katalog ist kleinteilig: AR-Make-up, Farbtonfinder, Hautanalyse, Haarfarbe oder Brillen sind eigenständige Produkte, und der Preis richtet sich nach Modul und Artikelanzahl statt nach einer Pauschallizenz.
  3. Testen Sie die öffentlichen Demos, bevor Sie jemanden kontaktieren. Die Business-Site stellt Web-Demos und einen Demo-Store für die wichtigsten Produkte bereit — der schnellste Weg, Renderqualität und Scangenauigkeit an echten Gesichtern statt an aufbereitetem Werbematerial zu beurteilen.
  4. Wählen Sie den kommerziellen Weg. Für einzelne Online-Dienste gibt es Selbstbedienungsabos, größere Einführungen laufen über ein Vertriebsgespräch. Entwickler können sich stattdessen im API-Portal registrieren und mit dem kostenlosen Kontingent starten.
  5. Planen Sie die Integration. Entscheiden Sie, ob Sie ein gehostetes Widget einbetten, REST-APIs aus dem eigenen Frontend aufrufen oder die Funktionen über MCP an einen Agenten anbinden, und prüfen Sie, welche Variante Ihr Entwicklungsteam dauerhaft pflegen kann.
  6. Validieren Sie mit dem eigenen Sortiment und echten Nutzern. Die Renderqualität hängt stark von der Aufbereitung der Farb- und Finish-Daten ab, weshalb ein Pilot mit repräsentativen Artikeln und unterschiedlichen Hauttönen aussagekräftiger ist als eine generische Demo.

Tipps & Best Practices

  • Führen Sie die Testphase als echte Evaluierung und nicht als Formalie durch. Die Selbstbedienungstarife werben mit vierzehn Tagen kostenlosem Test, und die Bedingungen erlauben ausdrücklich nur einen Testzeitraum je Unternehmen — planen Sie den Piloten also für einen Zeitpunkt mit verfügbarer Teamkapazität.
  • Testen Sie mit wirklich unterschiedlichen Gesichtern und Lichtsituationen. Jede kamerabasierte Haut- oder Farbanalyse reagiert empfindlich auf Beleuchtung und Hautton, und diese Schwachstellen zeigen sich nur, wenn man gezielt danach sucht.
  • Behandeln Sie die Genauigkeitswerte des Anbieters als Ausgangspunkt der eigenen Prüfung, nicht als deren Ersatz. Die veröffentlichten Zuverlässigkeits- und Korrelationswerte klingen überzeugend, stammen aber vom Anbieter und gehören gegen eigene klinische oder sortimentsbezogene Maßstäbe geprüft.
  • Bereiten Sie die Produktdaten sorgfältig auf, bevor Sie die visuelle Treue beurteilen. Die Qualität der Anprobe hängt ebenso von Farbton-, Finish- und Texturmetadaten ab wie von der Rendering-Engine, und ein schwacher erster Eindruck lässt sich oft auf die Katalogpflege zurückführen.
  • Entscheiden Sie früh zwischen fertiger Bewertung und Rohdaten. Ein später Wechsel zur Expert-Mode-API bedeutet, die Interpretationsschicht neu zu bauen; Marken mit eigenen Bewertungsmodellen sollten diese Anforderung von Beginn an festhalten.
  • Binden Sie Rechts- und Datenschutzteams von Anfang an ein. Gesichtsscans gelten sowohl nach der Datenschutzerklärung des Unternehmens als auch nach mehreren regionalen Gesetzen als biometrische Daten, und Einwilligungsprozesse lassen sich vor dem Start leichter gestalten als nachträglich.
  • Messen Sie das wirtschaftliche Ergebnis und nicht nur die Interaktion. Verweildauer und Klickzahlen lassen sich leicht steigern; über eine Verlängerung entscheiden Konversion, Warenkorbgröße und Retourenquote.

Für wen ist Perfectcorp?

  • Beauty- und Skincare-Marken: die Kernzielgruppe, die Anprobe und Diagnose nutzt, damit die Auswahl von Farbtönen und Pflegeroutinen online kein Glücksspiel bleibt.
  • E-Commerce- und Digital-Retail-Teams: Entscheider, die die Plattform an Konversion, Warenkorbgröße und Retourenquote messen statt an technischer Neuheit.
  • Dermatologische und ästhetisch-medizinische Kliniken: Einrichtungen, die einen schnellen, wiederholbaren Scan zur Unterstützung der Beratung suchen und dabei die Compliance-Anforderungen eines klinischen Umfelds erfüllen müssen.
  • Händler für Brillen, Schmuck und Mode: Kategorien, in denen Passform und Proportion die Retouren treiben und AR-Anprobe auf einen konkreten Kostenblock zielt.
  • Entwickler und Produktingenieure: Teams, die auf der API-Plattform bauen, einschließlich jener, die Beauty-Funktionen über MCP an KI-Agenten anbinden.
  • Digitalagenturen: Partner, die solche Erlebnisse für mehrere Markenkunden umsetzen und betreiben.
  • Salons und professionelle Beautyketten: Betriebe, die mit Haarfarb- und Frisurenvisualisierung die Erwartungen vor der Behandlung abgleichen.

Plattformen

  • Web-Integration: browserbasierte Anprobe und Analyse, eingebettet in Markenseiten und Online-Shops, ist das primäre Auslieferungsmodell.
  • Mobile Anwendungen: Funktionen, die in markeneigene iOS- und Android-Apps eingebettet werden, klar getrennt von den separat vertriebenen YouCam-Consumer-Apps.
  • Filial- und Tablet-Einsatz: Die Datenschutzerklärung bestätigt, dass der Dienst über mobile Geräte, Beratungen in der Filiale, Tablets und Computer bereitgestellt wird, was einen echten Omnichannel-Einsatz statt reiner Weblösung belegt.
  • iPhone und iPad für das Klinikprodukt: Die Vergleichstabelle von Skincare Pro nennt die Verfügbarkeit auf iPhone und iPad und stellt sie sperriger Bildgebungshardware gegenüber.
  • REST-APIs und MCP: direkter programmatischer Zugriff für Eigenentwicklungen und KI-Agenten über das YouCam-API-Portal.
  • App-Marktplätze im E-Commerce: Perfect Corp. veröffentlicht eine fertige Anwendung bei Shopify, die kleineren Händlern einen Weg über Installation und Konfiguration eröffnet.
  • Soziale und externe Kanäle: Das Unternehmen erklärt, die Lösungen ließen sich in Markenwebsites und Apps sowie in verschiedene soziale Kanäle einbinden, darunter Instagram, Snapchat und YouTube.

Preise & Pläne

Einen einheitlichen Preis für Perfectcorp gibt es nicht, weil es sich um eine modulare Unternehmensplattform handelt, doch einzelne Teile sind für einen B2B-Anbieter ungewöhnlich transparent. Das Klinikprodukt im Selbstbedienungsmodell veröffentlicht Listenpreise, wirbt mit vierzehn Tagen kostenlosem Test und Beträgen ab 199 US-Dollar monatlich, mit Lizenzstufen ab 139 und 209 US-Dollar je Lizenz und Monat. Die von Perfect Corp. veröffentlichte Shopify-Anwendung zeigt eine vergleichbare Struktur mit Essential zu 379 US-Dollar und Premium zu 569 US-Dollar monatlich, beide mit vierzehntägigem Test. Diese Angaben entsprechen den zum Redaktionszeitpunkt veröffentlichten Listenpreisen, können sich ändern und sollten direkt bestätigt werden.

Größere Unternehmenseinführungen tragen keine öffentlichen Preise. Der vollständige Katalog aus AR-Anprobe und KI-Analyse wird über einen Vertriebsprozess verkauft, und die Kosten skalieren mit den lizenzierten Modulen, der Zahl der darzustellenden Artikel und dem Umfang der Einführung. Entwickler haben einen dritten Weg: Das API-Portal bietet einen kostenlosen Einstiegstarif und darüber hinaus nutzungsabhängige Abrechnung. Die Nutzungsbedingungen halten außerdem die Testregel fest — ein kostenloser Test je Unternehmen, ohne Wiederholung bei einem späteren Abonnement —, was bei einer stufenweisen Evaluierung zu berücksichtigen ist.

Alternativen

  • ModiFace (L'Oréal): der strukturell nächste Vergleich, ebenfalls ein etablierter Anbieter für AR-Beauty-Anprobe, allerdings innerhalb eines Kosmetikkonzerns statt als unabhängiger Anbieter.
  • Banuba: ein SDK-Anbieter für Gesichts-AR mit Beauty- und Kamerabezug, eher als Entwicklerbaukasten positioniert denn als fertige Markenlösung.
  • Revieve: konzentriert auf Beauty- und Hautdiagnostik mit personalisierter Empfehlung und überschneidet sich vor allem mit der Analyseseite statt mit dem gesamten Anprobenkatalog.
  • Haut.AI: Spezialist für Hautanalyse mit Fokus auf Skincare-Marken, im Umfang enger, wird aber häufig parallel zum Diagnosemodul bewertet.
  • Dedizierte Bildgebungshardware wie VISIA: Das Unternehmen stellt seine Software solchen Kliniksystemen direkt gegenüber und kontrastiert Abonnement und schnellen Scan mit einer hohen Einmalanschaffung und längerer Sitzungsdauer.
  • Eigenentwicklung auf allgemeinen Vision-APIs: Teams mit starker Computer-Vision-Kompetenz bauen mitunter eine eigene Pipeline und tauschen Integrationsgeschwindigkeit und beautyspezifische Abstimmung gegen Kontrolle und Stückkosten.

Einschränkungen & Hinweise

  • Dies ist eine B2B-Plattform, kein Consumer-Werkzeug: Wer Selfies bearbeiten möchte, findet hier nicht das Passende, dafür steht die YouCam-Produktlinie. Die Verwechslung beider Ebenen ist das häufigste Missverständnis zu diesem Anbieter und ein verbreiteter Fehler in Verzeichnissen.
  • Genauigkeitsangaben stammen vom Anbieter: Das Unternehmen nennt ein Training mit über siebzigtausend Bildern in medizinischer Qualität, eine Test-Retest-Zuverlässigkeit von 95 Prozent und eine Korrelation von über 80 Prozent mit ärztlichen Bewertungen. Diese Werte sind Eigenangaben, wurden hier nicht unabhängig geprüft, und die zugrunde liegenden Studien sind auf der Produktseite nicht veröffentlicht.
  • Marketingaussagen zur Marktstellung sind Eigenbehauptungen: Die Nummer-eins-Positionierung auf der Startseite ist eine Aussage des Unternehmens und keine Platzierung einer unabhängigen Messstelle.
  • Kundenergebnisse sind ausgewählte Beispiele: Die namentlich zugeordneten Zuwächse stammen aus Erfolgsgeschichten der Partner; die tatsächliche Wirkung hängt stark von Traffic-Qualität, Sortiment und Umsetzung ab.
  • Biometrische Daten bringen regulatorische Pflichten mit sich: Gesichtsscans sind biometrische Informationen. Auch wenn die Datenschutzerklärung festhält, dass bei der Leistungserbringung keine Gesichtserkennungs- oder Identifikationstechnologie eingesetzt wird, müssen Einführungen passende Einwilligungsprozesse je Rechtsraum vorsehen.
  • Unternehmenspreise sind intransparent, und die Integration ist ein Projekt: Der Großteil des Katalogs erfordert ein Vertriebsgespräch, und eine saubere Einbindung der Anprobe bedeutet Katalogaufbereitung und Frontend-Arbeit statt eines eingefügten Code-Schnipsels.
  • Ergebnisse hängen von den Aufnahmebedingungen ab: Kameraqualität, Licht und Kopfhaltung beeinflussen Renderrealismus und Diagnosewerte spürbar, was in der Natur der Technologie liegt und nicht ein Mangel dieses Anbieters ist.
  • Es gelten zwei getrennte Datenschutzerklärungen: Geschäftsplattform und YouCam-Consumer-Apps unterliegen unterschiedlichen Texten, sodass die Compliance-Prüfung das richtige Dokument treffen muss.

FAQ

Q1. Ist Perfectcorp eine Consumer-App oder eine Geschäftsplattform?

Es ist eine Geschäftsplattform. Die Unternehmensseite verkauft AR-Anprobe und KI-Hautanalyse an Marken, Händler und Kliniken, die sie in ihre eigenen Kanäle einbetten. Die verbraucherseitigen Produkte sind die separaten YouCam-Apps, die einer eigenen Datenschutzerklärung unterliegen und über App-Stores vertrieben werden.

Q2. Wer betreibt den Dienst tatsächlich?

Perfect Corp., ein an der New York Stock Exchange unter dem Kürzel PERF notiertes Unternehmen. Die Nutzungsbedingungen nennen als Zustelladresse 14F, 98, Minquan Rd. Xindian District, New Taipei City 231 Taiwan und legen taiwanisches Recht als anwendbares Recht fest. Gründerin und Geschäftsführerin ist Alice Chang.

Q3. Was erkennt die KI-Hautanalyse konkret?

Die Produktseite listet mehr als fünfzehn Themen auf, darunter Flecken, Augenringe, Ausstrahlung, Tränensäcke, Tränenrinnen, Rötungen, Poren, Hautbild, Fettigkeit, hängende Lider, Falten, Feuchtigkeit, Festigkeit und Akne. Zusätzlich ordnet sie Nutzerinnen und Nutzer anhand verschiedener Gesichtszonen acht Hauttypen zu.

Q4. Wie genau ist das System, und sind die Zahlen belastbar?

Das Unternehmen berichtet eine Test-Retest-Zuverlässigkeit von 95 Prozent, ein Training mit über siebzigtausend Datenpunkten in medizinischer Qualität und eine Korrelation von über 80 Prozent mit ärztlichen Bewertungen. Diese Angaben stammen vom Anbieter und sind nicht unabhängig geprüft; sie sollten daher als im Piloten zu validierende Behauptung gelten und nicht als etablierter Maßstab.

Q5. Gibt es eine kostenlose Testphase, und was kostet es?

Ja. Die Selbstbedienungstarife werben mit vierzehn Tagen kostenlosem Test, mit veröffentlichten Preisen ab 199 US-Dollar monatlich für das Klinikprodukt und ab 379 US-Dollar monatlich für die Essential-Stufe der Shopify-Anwendung. Die Bedingungen erlauben einen Test je Unternehmen. Vollständige Unternehmenseinführungen werden über den Vertrieb angeboten und haben keinen öffentlichen Preis.

Q6. Können Entwickler direkt integrieren?

Ja. Das YouCam-API-Portal wirbt mit mehr als fünfzig KI-Funktionen über REST-APIs samt nativer Unterstützung des Model Context Protocol, sodass sich die Funktionen aus einer eigenen Anwendung, einer Website oder einem KI-Agenten aufrufen lassen. Für den Einstieg steht ein kostenloser Tarif bereit.

Q7. Was geschieht mit hochgeladenen Gesichtsbildern?

Die Datenschutzerklärung behandelt den Gesichtsscan und die daraus abgeleitete Gesichtsgeometrie als biometrische Informationen, die zur Bereitstellung personalisierter Dienste erhoben werden. Sie hält fest, dass keine Gesichtserkennungs- oder Identifikationstechnologie eingesetzt wird und dass biometrische Informationen weder verkauft, vermietet, gehandelt noch anderweitig zu Gewinnzwecken genutzt werden. Für Speicherfristen und regionale Rechte ist die jeweils anwendbare Fassung maßgeblich.

Q8. Welche Kategorien werden über Make-up hinaus unterstützt?

Deutlich mehr als Kosmetik. Der Katalog umfasst Frisuren, Haarfarbe, Nägel, Brillen, Ringe, Uhren, Ohrringe, Kleidung und Schuhe, und die API-Plattform gruppiert ihre Funktionen in die Bereiche Beauty, Haare und Bart, Mode sowie Schmuck und Uhren.

Q9. Funktioniert es in der Filiale ebenso wie online?

Ja. Die Datenschutzerklärung beschreibt den Dienst als verfügbar über mobile Geräte, Beratungen in der Filiale, Tablets und Computer, und das Klinikprodukt wird auf iPhone und iPad angeboten. Einsätze am Point of Sale werden damit ebenso unterstützt wie Web- und App-Integrationen.

Q10. Wie schneidet es gegenüber dedizierter Hautbildgebung ab?

Das Unternehmen positioniert seine Software ausdrücklich gegenüber Systemen wie VISIA und stellt ein Abonnement ab 199 US-Dollar monatlich einer Einmalanschaffung von 12.000 US-Dollar gegenüber, einen Scan von rund sieben Sekunden etwa drei Minuten und die Mobilität auf einem iPad einem Gerät mit eigenem Platzbedarf. Diese Gegenüberstellung stammt vom Anbieter selbst, weshalb Kliniken sie an den eigenen Anforderungen an validierte Bildgebung messen sollten.

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