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MyEdit ist eine im Browser laufende KI-Bearbeitungssuite, die drei Medienarten zugleich abdeckt: Bild, Video und Audio. Statt sich wie ein spezialisierter Bildgenerator oder ein Transkriptionsdienst auf eine Aufgabe zu konzentrieren, führt sie alle drei unter einem Konto, einem Abonnement und einem gemeinsamen Guthaben zusammen. Sie können einen Prompt schreiben und ein Bild erhalten, eine Änderung in Alltagssprache beschreiben und auf ein Foto anwenden lassen, ein Standbild zu einem kurzen Clip animieren, eine Aufnahme in ein Transkript verwandeln oder eine verrauschte Sprachnotiz säubern — ohne Installation und ohne zwischen Anbietern zu wechseln.
Entwickelt wird das Produkt von CyberLink, dem taiwanischen Softwarehaus hinter den Desktop-Programmen PowerDirector und PhotoDirector. Diese Herkunft ist in zwei Richtungen bedeutsam. Zum einen stammt das Werkzeug von einem Unternehmen mit langer Erfahrung in Consumer-Multimediasoftware und nicht von einem kürzlich zusammengestellten Start-up: CyberLink wurde 1996 gegründet und ist in Taiwan unter 5203.TW börsennotiert. Zum anderen sollte man MyEdit nicht mit jenen Desktop-Produkten verwechseln: Es handelt sich um eigenständige Anwendungen mit eigenen Preisen, eigenem Funktionsumfang und eigenen Testberichten, und eine gute Kritik zu PowerDirector sagt nichts über MyEdit aus.
Ehrlich formuliert tauscht MyEdit Tiefe gegen Breite. Für sich genommen ist jedes einzelne Werkzeug in der Regel schlichter als der Marktführer seiner Kategorie: Die Bilderzeugung ist nicht Midjourney, der Videoschnitt nicht Premiere, die Transkription kein spezialisierter Protokolldienst. Geboten wird stattdessen Abdeckung. Für eine Einzelperson, die ein Vorschaubild braucht, einen kurzen Clip schneidet und ihn untertitelt, ist es ein echter Vorteil, alle drei Schritte in einem Tab mit einer Rechnung zu erledigen — und der Einstiegspreis ist niedrig genug, dass ein Versuch wenig kostet.
/en auf, wenn Sie die englische Oberfläche möchten.Schlecht geeignet ist MyEdit dagegen für professionelle Retuscheure und Cutterinnen, die pixel- oder bildgenaue Kontrolle brauchen, für alle, deren Ergebnis kommerziell lizenziertes KI-Video sein muss, und für Teams, die eine zugesicherte Ausgabequalität benötigen — Letzteres schließen die Nutzungsbedingungen ausdrücklich aus.
Es gibt eine wirklich nutzbare kostenlose Stufe: 3 Credits pro Tag, 5 GB Cloud-Speicher und Zugriff auf die Browser-Werkzeuge ohne Installation. Darüber liegen drei bezahlte Abonnements, alle in jährlicher Abrechnung ausgewiesen und mit einer angegebenen Ersparnis von 59 Prozent gegenüber monatlich. Es sind Audio Pro für 5 Dollar im Monat bei jährlicher Abrechnung von 60 Dollar mit 360 Bonus-Credits monatlich und 50 GB; Creator Pro für 7 Dollar im Monat bei 84 Dollar jährlich mit 500 Credits und 50 GB; sowie Studio Pro für 9 Dollar im Monat bei 108 Dollar jährlich mit 800 Credits und 100 GB. Die Staffelung folgt der Medienart und keiner Rangordnung: Audio Pro deckt nur die Audiowerkzeuge ab, Creator Pro Bild und Video, Studio Pro alle drei.
Entscheidend zu verstehen ist, dass ein Abonnement keine unbegrenzte Erzeugung bedeutet. Die Vergleichstabelle kennzeichnet die generativen Werkzeuge auf jeder Stufe als „Paid with Credits", und die FAQ des Unternehmens stellt selbst die Frage, ob Abonnenten weiterhin Credits kaufen müssen. Credits werden zusätzlich zu jedem Tarif in Paketen verkauft: Nicht-Abonnenten zahlen von 0,20 Dollar je Credit beim 50er-Paket bis 0,08 beim 5.000er, Abonnenten genau die Hälfte, von 0,10 bis 0,04. Credits bleiben zwölf Monate ab Kauf nutzbar. Der Verbrauch ist je Werkzeug veröffentlicht: KI-Bilderzeugung ab 1 Credit je Bild, Gesichtertausch 3 Credits, KI-Fotoshooting 6, KI-Bewerbungsfoto ab 50 Credits für zwanzig Bilder. Video wird pro Sekunde abgerechnet — ab 3 Credits je Sekunde für Image to Video wie für die KI-Videoerzeugung, 4 je Sekunde für die Anime-Umwandlung und ab 5 je Sekunde für filmische Kurzformate. Auf der Audioseite kostet die Transkription 2 Credits je Minute, die Sprachsynthese ab 2 Credits je 1.000 Zeichen und die Vertonung von Songtexten 5 Credits je Titel. Die genannten Preise können sich ändern.
Kommerzielle Nutzung ist für Bilder gestattet, für Video jedoch nicht in gleicher Weise. Die Bedingungen erlauben die kommerzielle Verwendung, sofern die Ausgabe als Foto oder Bild vorliegt; Videoausgaben unterliegen stattdessen gesonderten Lizenzklauseln. Wer KI-erzeugtes Video monetarisieren will, sollte diese Klauseln lesen, bevor Credits investiert werden — es ist die folgenreichste Asymmetrie des Produkts.
Das Eigentum ist eingeschränkt, wenn auch nachvollziehbar. Die Bedingungen bestätigen, dass Ihnen die aus Ihrer Eingabe erzeugten Inhalte gehören, soweit das Gesetz es zulässt. Angesichts der ungeklärten Urheberrechtsfähigkeit von KI-Ausgaben in den meisten Rechtsordnungen ist das eine vernünftige Formulierung, aber keine absolute Eigentumsgarantie.
Die Nutzung der generativen KI setzt die Einwilligung in die Erhebung biometrischer Daten voraus. Laut Bedingungen gilt bereits die Nutzung der generativen KI als ausdrückliche Einwilligung, dass CyberLink Ihre biometrischen Informationen im Sinne der Datenschutzerklärung erhebt und verwendet. Bei einem Produkt, dessen Aushängeschilder Gesichtertausch, virtuelles Anprobieren, KI-Bewerbungsfotos und Frisurenvorschau sind — allesamt auf Gesichtsdaten gestützt —, sollte dieser Hinweis gelesen und nicht weggeklickt werden.
Die Datenspeicherung ist befristet, was zwei Seiten hat. Die Bedingungen nennen eine endgültige Löschung hochgeladener Dateien vom Server binnen vierundzwanzig Stunden, eine Aufbewahrung von Bildausgaben für ein Jahr und von Videoausgaben für lediglich dreißig Tage. Das ist datenschutzfreundlich, bedeutet aber auch, dass die Cloud kein Archiv ist: Laden Sie herunter, was Ihnen wichtig ist, bei Video deutlich vor Ablauf der dreißig Tage.
Angebrochene Credits sind faktisch nicht erstattungsfähig. Nach den Bedingungen gilt die 30-Tage-Garantie für einen Credit-Kauf nur, solange sämtliche Credits unverbraucht sind, und verbrauchte Credits lassen sich in keiner Weise wiederherstellen. Zusammen damit, dass auch eine misslungene Generierung Credits kostet, trägt allein die Nutzerin die Kosten unbefriedigender Ergebnisse.
Keine Zusicherung der Ausgabequalität. Die Bedingungen sind eindeutig: Es gibt keine Garantie, dass die Ausgabe zufriedenstellend ist; sie kann unzutreffend, anstößig, schädlich oder anderweitig unangemessen sein. Bei generativer KI ist das üblich, gewinnt aber im Zusammenspiel mit der Erstattungsregel oben an Gewicht.
Der „full access" der Tarifnamen ist enger, als er klingt. In der Vergleichstabelle sind selbst in der obersten Stufe Studio Pro Einträge wie Fotoeditor, Videoeditor, Podcast-Studio, Stimmenwandler und Rauschunterdrückung weiterhin als „Limited" markiert statt vollständig freigeschaltet. Prüfen Sie die Zeilen zu den Werkzeugen, die Sie tatsächlich brauchen, statt sich auf die Tarifzusammenfassung zu verlassen.
Die Nutzerbewertungen liegen im Mittelfeld, die Stichproben unterscheiden sich stark. Die iOS-App erreicht 2,93 bei 102 Bewertungen, die Android-App 3,2 bei 2.345 Bewertungen und über 500.000 Installationen, mit einem im August 2026 aktualisierten Eintrag. Trustpilot zeigt separat 2,2, allerdings bei nur 14 Bewertungen auf einem nicht beanspruchten Profil, ohne dass das Unternehmen je um Bewertungen gebeten hätte — eine viel zu kleine Stichprobe für ein Qualitätsurteil. Belastbar ist die Sicht der App-Stores, deren rund 2.447 Bewertungen das Produkt übereinstimmend im Mittelfeld verorten: brauchbar, aber nicht gefeiert.
Eine maßgebliche unabhängige Bewertung von MyEdit selbst existiert nicht. Recherchen in englisch- und chinesischsprachigen Quellen ergaben keine eigene Einschätzung etablierter Fachmedien. Zu beachten ist insbesondere, dass eine Bestnote von PCMag aus dem November 2025 PowerDirector 365 betrifft, ein anderes CyberLink-Produkt, und nichts über MyEdit aussagt. Die meisten Treffer zu „MyEdit Test" sind Affiliate-Seiten oder KI-erzeugte Content-Farm-Artikel — der Grund, warum sich diese Seite auf offizielle Dokumente und Store-Daten stützt.
Inhaltsbeschränkungen werden durchgesetzt. Das Erzeugen von NSFW-Inhalten kann zur Sperrung oder Kündigung des Kontos führen, die böswillige oder beleidigende Nutzung von Deepfake-Ausgaben ist ausdrücklich untersagt, und die volle Verantwortung für Persönlichkeitsrechte, Verleumdung und Privatsphäre liegt bei den Nutzenden. Angesichts der Funktionen für Gesichtertausch und Bewegungsübertragung ist das keine Formelklausel.
Streitigkeiten werden in Taiwan und mit kurzer Frist geklärt. Konflikte gehen nach taiwanischem Recht in ein Schiedsverfahren in Taipeh, und jeder Anspruch muss binnen eines Jahres ab dem Zeitpunkt erhoben werden, an dem er erstmals hätte geltend gemacht werden können — für Nutzende außerhalb Taiwans eine spürbare praktische Hürde.
Konzernkontext zur Einordnung der Größe. CyberLinks Investorenpräsentation zum ersten Quartal 2026 weist einen Umsatz von 585,3 Millionen Neuen Taiwan-Dollar aus, ein Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei die Sparte Create B2C mit MyEdit 76,5 Prozent davon ausmacht. Die Marketingzahlen des Anbieters — 10 Millionen Kreative, über 1.000 Vorlagen — sind dagegen Selbstauskünfte ohne Prüfung.
Ja, eine kostenlose Stufe gewährt 3 Credits pro Tag und 5 GB Cloud-Speicher, ohne Software zu installieren. Sie eignet sich, um die Qualität zu prüfen und gelegentlich Kleinigkeiten zu erledigen, doch drei Credits täglich sind schnell aufgebraucht — etwa drei einfache KI-Bilder oder eine Sekunde erzeugtes Video —, sodass fortlaufende Arbeit einen bezahlten Tarif oder Credit-Pakete erfordert.
Bei Bildern ja: Die Bedingungen erlauben kommerzielle Nutzung, wenn die Ausgabe als Foto oder Bild vorliegt. Für Video wird keine gleichwertige pauschale Erlaubnis erteilt — Videoausgaben unterliegen gesonderten Lizenzklauseln, die vor einer kommerziellen Veröffentlichung zu lesen sind. Das ist der wichtigste lizenzrechtliche Unterschied im Produkt.
Die Bedingungen sagen, dass Ihnen die aus Ihrer Eingabe erzeugten Inhalte gehören, soweit das Gesetz es zulässt. Diese Einschränkung ist bedeutsam, weil in vielen Rechtsordnungen weiterhin offen ist, ob KI-Erzeugnisse überhaupt urheberrechtlich geschützt sind.
Häufig ja. Abonnements enthalten je nach Stufe 360, 500 oder 800 Credits monatlich, doch die generativen Werkzeuge sind auf jeder Stufe als „Paid with Credits" gekennzeichnet, sodass intensive Nutzung das Kontingent aufbraucht. Abonnenten kaufen zusätzliche Credits allerdings zum halben Preis von Nicht-Abonnenten.
Video wird pro Sekunde abgerechnet. Beim Grundsatz von 3 Credits je Sekunde kostet ein Zehn-Sekunden-Clip 30 Credits, ein Dreißig-Sekunden-Clip 90. Für eine Abonnentin, die ein 1.000er-Paket zu 0,06 Dollar je Credit gekauft hat, entspricht der Dreißig-Sekunden-Clip rund 5,40 Dollar an Credits. Manche Werkzeuge kosten mehr pro Sekunde: 4 Credits für die Anime-Umwandlung, ab 5 für filmische Kurzformate.
Nur wenn der Kauf vollständig unberührt geblieben ist. CyberLinks 30-Tage-Garantie gilt für Credits ausschließlich, solange jeder einzelne Credit unbenutzt ist; wird auch nur einer verbraucht, entfällt die Erstattung, und verbrauchte Credits werden nicht wiederhergestellt.
Nein. Alle drei stammen von CyberLink, sind aber eigenständig: PowerDirector ist eine Desktop-Videoschnittsoftware, PhotoDirector eine Desktop-Bildbearbeitung, jeweils mit eigenen Preisen und Funktionen. MyEdit ist der browserbasierte KI-Dienst. Tests und Bewertungen der Desktop-Produkte beschreiben MyEdit nicht.
Hochgeladene Dateien werden binnen vierundzwanzig Stunden nach der Nutzung endgültig von CyberLinks Servern gelöscht. Erzeugte Inhalte bleiben ein Jahr erhalten, wenn es sich um Bilder handelt, und nur dreißig Tage bei Video. Laden Sie herunter, was Sie behalten wollen — bei Video deutlich innerhalb dieser Frist.
Ja. Zwar sprechen ältere Beschreibungen und der Name der mobilen Apps nur von Bild und Audio, doch das aktuelle Webprodukt verfügt über einen vollständigen Videobereich — KI-Videoerzeugung, Bild zu Video, Bewegungsübertragung, Zeitleisteneditor, Trimmer und Qualitätsverbesserung — und Video ist eine der drei Werkzeugkategorien in der Hauptnavigation.
Betreiberin ist die CyberLink Corp., ein 1996 gegründetes taiwanisches Unternehmen, das an der Taiwan Stock Exchange unter 5203.TW notiert ist. Die Nutzungsbedingungen unterliegen taiwanischem Recht, Streitigkeiten werden per Schiedsverfahren in Taipeh geklärt, und für Ansprüche gilt eine Frist von einem Jahr.