Glasp ist ein kostenloser sozialer Textmarker für Webseiten, PDFs, YouTube und Kindle: Markierte Stellen landen in einer durchsuchbaren Bibliothek, und eine persönliche KI fasst daraus zusammen und antwortet daraus statt aus dem offenen Internet. Ein beim Lesen markierter Satz wird sofort zum Zitat, das ein Assistent samt Quelle zurückgibt.
Eine Designentscheidung bestimmt alles Weitere. Markierungen sind standardmäßig öffentlich, und daran hängt die geteilte Leseebene; sie privat zu schalten gehört zu Pro und ist kein Schalter im Gratistarif. Das sollte vor der ersten Sitzung geklärt sein: davon hängt ab, ob Kundenrecherche überhaupt hinein darf.
Betreiberin ist Glasp Inc. mit der veröffentlichten Kontaktadresse 548 Market St, PMB 26241, San Francisco, CA 94104.
Zusammenfassungen per Klick decken Artikel, PDFs und YouTube-Videos ab, und die Antworten im Chat stützen sich auf das Gespeicherte statt auf die Trainingsdaten eines allgemeinen Modells. Der AI Clone ist die persönliche Form dieser Schicht: aus Markierungen und Notizen eines Kontos gebaut, von der Profilseite befragbar — auch der AI Clone anderer Personen auf deren Profil.
Der MCP-Connector öffnet die Bibliothek über neun Werkzeuge für externe Assistenten, acht davon nur lesend. Das einzige schreibende fügt nur eine Seite zur Leseliste hinzu, bleibt ohne Aktivierung beim Verbinden ausgeschaltet und kann nie etwas bearbeiten oder löschen.
Ein Werkzeug zielt bewusst nicht auf einen selbst: Für jede Seite gibt get_community_highlights die Stellen zurück, die mindestens zwei Glasp-Lesende unabhängig markiert haben, je mit Anzahl, und nennt nie, wer was markiert hat — auch für nie geöffnete Seiten.
Glasp als MCP-Server hinzuzufügen läuft über eine OAuth-Anmeldung statt über ein eingefügtes Token, die Verbindung ist standardmäßig nur lesend, Tokens werden nur als Hashes gespeichert, und verbundene Apps und Tokens lassen sich jederzeit widerrufen.
Markierbar ist mehr, als der Name vermuten lässt: PDFs, Bilder, YouTube-Videos, Audiotranskripte und Beiträge aus sozialen Netzwerken werden direkt unterstützt, Podcasts kommen über die Snipd-Integration herein, Bücher als importierte Kindle-Markierungen.
Sechs benannte Workflows liegen dem MCP-Connector bei und zeigen, wozu ein Markierungsarchiv taugt: what_did_i_miss vergleicht Ihre Markierungen mit dem, worauf andere Lesende konvergiert sind, write_with_citations entwirft nur aus markierten Stellen, jede Aussage mit Quelle, weekly_review ordnet einen Zeitraum nach Thema statt nach Seite, resurface holt Älteres neben die aktuelle Lektüre, steelman_against_me baut den stärksten Gegeneinwand aus der eigenen Bibliothek, und connect_two_reads bringt zwei Quellen ins Gespräch.
Der dritte Fall ist der wiederkehrende Export. Notion bietet in Bezahltarifen tägliche Auto-Synchronisierung, Workflowy und Tana zeigen nach dem Verbinden einen Daily-Sync-Schalter, und ein manueller Export All Highlights schickt nur seit dem letzten Export geänderte Seiten erneut.
Vier Gruppen werden mit je einer konkreten Aufgabe benannt: Forschende, die Belege über Fachartikel und Web hinweg sammeln und danach ihre Bibliothek befragen statt alles noch einmal zu lesen; Studierende, die Vorlesungen, PDFs und YouTube in wiederholbare Notizen verwandeln; Schreibende und Kreative, die einen Zitatvorrat anlegen und ihn beim Schreiben nach Notion oder Obsidian ziehen; und lebenslang Lernende, die einen persönlichen Kanon aufbauen.
Für Studierende kommt ein Preishebel hinzu: Verifizierte Hochschulstudierende erhalten 40 % Rabatt auf Glasp Pro im Jahresabo, die Konto-E-Mail muss einer gültigen .edu- oder .ac-Adresse entsprechen, und nur das Jahresabo ist berechtigt. Das Angebot läuft als zeitlich begrenzte Aktion, die jederzeit geändert oder beendet werden kann, und ist kein verlässlicher Dauervorteil.
Schlecht passt das Werkzeug für alle, die eine im Gratistarif standardmäßig öffentliche Bibliothek nicht akzeptieren können, und für Minderjährige: Die Bedingungen verlangen von jeder Person die Zusicherung, mindestens achtzehn (18) Jahre alt zu sein.
| Zugang | Was der Eintrag zeigt | Versionsstand |
|---|---|---|
| Chrome-Erweiterung | 4.5 aus 985 Bewertungen, 500,000 users, Featured | 2.1.4, 4. September 2026, 1.66MiB |
| Firefox-Erweiterung | 209 users, 3 Rezensionen | 2.1.4, 3. September 2026, 1.68 MB |
| Android-App | 3.4 aus 193 Rezensionen, 50K+ Downloads, Everyone | aktualisiert am 12. September 2026 |
| iOS-App | Kostenlos, Freigabe 4+ | 3.11.1, mindestens iOS 15.1 |
Die Erweiterung deckt Chrome, Safari, Edge, Brave, Firefox und Opera sowie weitere Chromium-Browser ab, und Markierungen synchronisieren mit einer Anmeldung zwischen ihnen und in Web- und Mobil-App. Die beiden Erweiterungseinträge liegen bei den Installationen weit auseinander — relevant, wenn Firefox der Hauptbrowser ist.
Die Bewertungen messen verschiedene Gegenstände und lassen sich nicht mitteln. Der Chrome-Durchschnitt betrifft die Browser-Erweiterung, der Android-Durchschnitt eine eigenständige Mobil-App. Der Firefox-Eintrag zählt insgesamt 3 Rezensionen — als Stichprobe für ein Qualitätsurteil viel zu klein.
Die Mobil-Apps wurden 2026 neu gebaut: nativer Reader für Artikel und PDFs, YouTube-Zusammenfassungen und -Transkripte unterwegs, Chat zu jeder geöffneten Seite, Widgets für Home- und Sperrbildschirm sowie eine iOS-Erweiterung zum Markieren im mobilen Safari.
| Tarif | Preis | YouTube-Zusammenfassungen | KI-Chat | Audio | |
|---|---|---|---|---|---|
| Free | Kostenlos | 3 einfache pro Tag | 30 Datei-Uploads | 20 Credits/Monat | 30 Minuten/Monat |
| Pro | $12.50/Monat bei Jahresabrechnung, $15 monatlich | Erweiterte Zusammenfassungen | 100 Uploads | 500 Credits/Monat | 300 Minuten/Monat |
| Unlimited | $30/Monat bei Jahresabrechnung, $360/Jahr | 5,000 erweiterte je 30 Tage | Uploads unbegrenzt, 5,000 Nachrichten/Monat | 2,000 Credits/Monat | 1500 Minuten/Monat |
Unbegrenztes öffentliches Markieren steckt bereits im Gratistarif, die Bezahlschranke liegt nicht auf dem Erfassen. Die bezahlten Stufen kaufen Vertraulichkeit, Spielraum und Automatisierung: unbegrenzte private Markierungen, erweiterte YouTube-Zusammenfassungen, alle KI-Chat-Modelle statt nur des schnellen, tägliche Notion-Synchronisierung und die größeren Kontingente der Tabelle.
Beim Lesen der Zeilen zählen zwei Grenzen. Die Preisseite wird mit ausgewählter Jahresabrechnung ausgeliefert, und der Monatsbetrag erscheint nur im Fließtext zu Pro mit $15 monatlich; das monatliche Gegenstück zu Unlimited wurde diesmal nicht gerendert. Die Preise sind in US-Dollar, Tarife und Preise können sich jederzeit ändern, und Steuern können hinzukommen.
Der Dateiexport ist die einzige Fähigkeit ohne Stufung: Markdown-, HTML-, CSV- und JSON-Downloads gibt es in jedem Tarif einschließlich des kostenlosen, während die tägliche Notion-Synchronisierung kostenpflichtig bleibt. Gekündigt wird jederzeit selbst, gezahlte Beträge sind außer bei gesetzlicher Pflicht nicht erstattungsfähig, und das Konto fällt zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode auf den Gratistarif zurück.
Die eigene Positionierung gegenüber anderen Textmarkern beruht auf drei Punkten: kostenlos zu sein, Markierungen ohne Anmeldung teilbar und anderswo einbettbar zu machen, und gespeicherte Stellen in eine KI zu überführen, mit der man sprechen kann — über MCP auch in ChatGPT und Claude.
Die Wechselkosten sind in beide Richtungen niedrig, was hier ungewöhnlich ist. Ein Abschnitt „No lock-in, ever“ hält fest, dass Markierungen von dort hereinkommen, wo gelesen wird, und dorthin hinausgehen, wo gedacht wird: auf der Importseite Readwise, Instapaper, Hypothesis, Weava und Raindrop, auf der Exportseite Notion, Obsidian, Roam, Tana, Workflowy und Zotero, dazu die reinen Dateiformate.
Ein namentlich gezeichneter unabhängiger Test vom August 2025 stellt das Produkt in einen vollen Markt und nennt Funktionsumfang und Browserabdeckung als Unterschiede; er hält fest, dass KI-Zusammenfassungen von Webseiten, PDFs und YouTube-Videos sowie der Chat mit Markierungen im Gratistarif verfügbar sind. Die Entscheidung läuft auf einen privaten Tresor mit Abo gegen eine öffentliche Bibliothek mit kostenloser KI hinaus — und kippt, sobald das Material vertraulich ist.
Von Ihnen oder Mitwirkenden öffentlich gestellte Inhalte und darin enthaltene personenbezogene Angaben werden öffentlich zugänglich und können von Suchmaschinen indexiert werden; der Stand lässt sich in den Einstellungen jedes Elements prüfen, während Profilbild, Name, Nutzerkennung und hinterlegte Social-Handles ohnehin veröffentlicht werden.
Die Bedingungen ziehen lizenzseitig dieselbe Linie: Öffentlich gestellte Inhalte räumen auch anderen Nutzenden und anderen Medien ein Zugriffsrecht ein, während privat gehaltene Inhalte anderen Nutzenden unter dieser Lizenz nicht bereitgestellt werden. Privat heißt also für andere Lesende unsichtbar, nicht für den Dienst unsichtbar.
Leicht übersehen werden autorisierte Drittanbieter-Apps. Eine über den MCP-Connector oder die API verbundene App kann die vom erteilten Zugriff erfassten Markierungen, Notizen, Lesezeichen, importierten Buchmarkierungen, Zusammenfassungen und den Leseverlauf lesen, einschließlich als privat gekennzeichneter Einträge. Diese Freigaben lassen sich in den Einstellungen widerrufen, doch bis dahin ist „privat“ keine Grenze, die ein Assistent respektiert.
Die Bedingungen verlangen ein weltweites, unbefristetes, nicht ausschließliches, lizenzgebührenfreies, abtretbares, unterlizenzierbares und übertragbares Recht, Ihre Inhalte zu nutzen, um den Dienst bereitzustellen, zu verbessern, zu bewerben und zu erforschen — und zählen die Entwicklung, das Training und die Bewertung der dafür eingesetzten Modelle für maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz ausdrücklich dazu.
Die Datenschutzerklärung wiederholt dasselbe von der Datenseite: Über den Dienst erhobene Informationen, einschließlich der von Ihnen erstellten und gespeicherten Inhalte, können der Entwicklung, dem Training, der Bewertung und der Verbesserung jener Modelle dienen, mit denen der Dienst bereitgestellt, verbessert und erforscht wird. Über Google-APIs empfangene Daten sind davon nach den Limited-Use-Anforderungen ausgenommen.
Externe Modellanbieter werden gesondert behandelt: Sie werden zu Bedingungen beauftragt, die die Nutzung der Inhalte auf die Leistung für Glasp begrenzen sollen, und dürfen damit keine eigenen Modelle trainieren, auch wenn manche Inhalte zur Missbrauchsüberwachung kurz aufbewahren. Daneben gibt es einen lockereren Weg: einen nutzergesteuerten Ablauf, bei dem die Erweiterung eine von Ihnen gewählte KI-Website öffnet und den Seiteninhalt unter Ihrem Konto dort ablegt — womit er den Verbraucherbedingungen jenes Anbieters und den dort gewählten Einstellungen unterliegt.
Ein Element zu löschen nimmt es aus der Ansicht und kann es als gelöscht kennzeichnen, während ein begrenzter Datensatz zur Durchsetzung von Kontingenten und zur Missbrauchsabwehr bleibt; personenbezogene Angaben wirklich zu löschen statt zu verbergen läuft über eine Anfrage beim Anbieter. Nach der Kontoschließung bleiben Abrechnungs- und Transaktionsdaten beim Zahlungsdienstleister sowie eine Momentaufnahme von Konto- und Nutzungsdaten, die bis zu zwei Jahre für Zahlungsstreitigkeiten aufbewahrt wird.
Die FAQ beschreibt den direkteren Weg, das Löschen des Kontos auf der Einstellungsseite, und warnt, dass Konto und alle damit verbundenen Lerndaten nicht wiederhergestellt werden können. Vorher lohnen die Exporthebel: Die Sichtbarkeit des AI Clone wechselt in den Einstellungen unter AI Clone & Hatch von Public auf Private, und dieselbe Seite bietet Download Your Learning Memories.
Die veröffentlichten Bedingungen sind noch nicht die geltenden: Der Text trägt als Last Updated den 31. August 2026 und als Effective Date den 30. September 2026 und hält fest, dass nach einer Frist von dreißig (30) Tagen bis dahin die vorige Fassung gilt.
Nein. Sie sind standardmäßig öffentlich, und daran hängt die geteilte Leseebene; unbegrenzte private Markierungen gehören zu Pro.
Ja, eigene Modelle: Von Ihnen erstellte und gespeicherte Inhalte können der Entwicklung, dem Training, der Bewertung und der Verbesserung jener Modelle dienen, mit denen der Dienst betrieben und erforscht wird.
Unbegrenzte öffentliche Markierungen, 3 einfache YouTube-Zusammenfassungen pro Tag, 30 PDF-Uploads und -Zusammenfassungen, 20 KI-Chat-Credits pro Monat und 30 Minuten Audiotranskription pro Monat.
Ja. Markdown-, HTML-, CSV- und JSON-Downloads gibt es in jedem Tarif einschließlich des kostenlosen, und direkte Integrationen umfassen Notion, Obsidian, Roam Research, Tana und Zotero.
Beim Markieren im Browser nicht: Android erlaubt keine Browser-Erweiterungen, dieser Weg steht also nur auf dem iPhone offen.
Konto und Lerndaten sind nicht wiederherstellbar, während Abrechnungsdaten beim Zahlungsdienstleister bleiben und eine Nutzungsmomentaufnahme bis zu zwei Jahre für Zahlungsstreitigkeiten aufbewahrt wird.
Ja: 40 % auf Glasp Pro im Jahresabo für verifizierte Hochschulstudierende, wobei die Konto-E-Mail einer gültigen .edu- oder .ac-Adresse entsprechen muss. Monatliche Abrechnung ist ausgenommen, und es handelt sich um einen zeitlich begrenzten Rabatt, der jederzeit geändert oder beendet werden kann.